ERLEN: Lehrstück fürs Leben

Die 3. Sekundarklassen arbeiten an ihrem Abschlussprojekt. Anfang Juli werden sie das Theaterstück «Die Welle» aufführen.

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Diese Jugendlichen treten im Theaterstück auf. (Bild: PD)

Diese Jugendlichen treten im Theaterstück auf. (Bild: PD)

Seit Januar wird das Stück von 22 Schülerinnen und Schülern eingeübt. Einmal pro Woche wird der Theaterkurs besucht, in der Sonderwoche wird täglich fleissig geprobt. Wer nicht auf der Bühne stehen wird, ist mit der Erledigung diverser Aufgaben, die im Zusammenhang mit der Aufführung stehen, beschäftigt.

Das Theaterstück basiert auf einer wahren Begebenheit. Sie ereignete sich in den 60er-Jahren in den USA. Es zeigt, wie Faschismus funktioniert, und stellt die Frage nach der Verantwortung jedes Einzelnen. Der damalige Lehrer einer Highschool, Ben Ross, wurde gefragt, weshalb viele Deutsche nach dem Zweiten Weltkrieg behaupten konnten, nichts vom Holocaust gewusst zu haben. Die Antwort, die Ross seinen Schülern gab, erweist sich als Lehre fürs Leben. «Es ist ein anspruchsvolles Stück, das zum Denken anregt», sagt Klassenlehrer Stefan Tobler. Anspruchsvoll sind auch die Vorbereitungen, welche die Jugendlichen treffen. Besonderes Geschick wird beim Malen der Tafeln verlangt. Die Lernenden arbeiten mit Pinsel und Schwamm. Für die Werbung ist eine PR-Gruppe geschaffen worden. In dieser Gruppe werden Plakate, Flyer, Tickets und Ausweise mittels Photoshop erstellt. Anschliessend werden sie von Projektleiter René Pulfer begutachtet. Damit sich das Publikum wohlfühlt, darf eine Bar nicht fehlen. Die Einrichtung wurde von der Schule Erlen gekauft, und wird nun von Jugendlichen restauriert. Für die Musik werden ebenfalls Schüler sorgen. Sie haben eine Playlist mit über 300 Liedern erstellt. (red/st)