Thurgau führt Rassenliste

In den Kantonen St. Gallen, Appenzell Inner- und Ausserrhoden gibt es keine Liste verbotener Hunderassen. Spezielle Anforderungen an Halter gefährlicher Rassen sind laut den Veterinärämtern nicht nötig – es gälten die Tierschutzvorschriften.

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In den Kantonen St. Gallen, Appenzell Inner- und Ausserrhoden gibt es keine Liste verbotener Hunderassen. Spezielle Anforderungen an Halter gefährlicher Rassen sind laut den Veterinärämtern nicht nötig – es gälten die Tierschutzvorschriften. Anders im Thurgau: 2008 wurden dort 14 Hunderassen als potenziell gefährlich eingestuft (darunter Bull Terrier, Dobermann und Rottweiler, aber nicht Bulldoggen). Für Haltebewilligungen sind unter anderem Kenntnisse im Hundewesen nachzuweisen. Laut Kantonstierarzt Paul Witzig werden seit der Einführung dieser Vorschriften weniger gefährliche Hunde angeschafft. Ausgelöst wurde die Debatte um ein Kampfhundeverbot in der Schweiz durch einen Fall im Jahr 2005. In Oberglatt wurde ein Bub auf dem Weg in den Kindergarten von drei Hunden zerfleischt. (miz)