Thurgau bekämpft akuten Ärztemangel

Immer mehr ausländische Ärzte sind im Thurgau tätig. Jetzt wollen Hausärzte und Kanton wieder mehr junge Schweizer Ärzte gewinnen.

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frauenfeld. Erst vor einem halben Jahr hatten die Thurgauer Hausärzte Alarm geschlagen: Falls die Entwicklung in diesem Tempo weitergehe, drohe dem Thurgau ein akuter Mangel an Grundversorgern. In 90 von 250 Arztpraxen werden nach den Zahlen des Grundversorgervereins in den nächsten zehn Jahren Hausärzte in den Ruhestand treten.

Doch der Nachwuchs an Schweizer Ärzten stockt; immer mehr ausländische Ärzte, vor allem Deutsche, springen in die Lücke. Dies könne auf Dauer keine Lösung sein, sagt der frühere Kantonsarzt Max Dössegger, der im Auftrag des Kantons versucht, mehr junge Schweizer Mediziner in den Thurgau zu holen.

Eine Massnahme soll die Aufhebung der heutigen Zulassungsbeschränkung für das Medizinstudium, der Numerus clausus, sein. Dies fordert der Ostschweizer Grundversorgerverein.

Seit drei Jahren können angehende Ärzte zudem neben dem Praktikum bei der Spital Thurgau AG ein dreimonatiges Praktikum bei einem Thurgauer Hausarzt absolvieren. Fünf neue Hausärzte haben sich darauf im Thurgau niedergelassen. (hal/red.)

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