Thurgau arbeitet an Konzept für alle vier Mittelschulen

FRAUENFELD. Schluss mit Jeder-für-sich-vor-sich-hin-Wursteln: Der Regierungsrat will ein Gesamtkonzept für die vier Thurgauer Mittelschulen ausarbeiten. Er beantragt dem Grossen Rat einen Antrag von BDP-Kantonsrat Roland A. Huber für erheblich zu erklären.

Michele Vaterlaus
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FRAUENFELD. Schluss mit Jeder-für-sich-vor-sich-hin-Wursteln: Der Regierungsrat will ein Gesamtkonzept für die vier Thurgauer Mittelschulen ausarbeiten. Er beantragt dem Grossen Rat einen Antrag von BDP-Kantonsrat Roland A. Huber für erheblich zu erklären. Huber hatte den Antrag 2014 eingereicht; er machte deutlich, dass er bei allen Entscheiden des Departements für Erziehung und Kultur (DEK) bezüglich der Mittelschulen eine Basis vermisst. Erweiterungen des Fächerangebotes, Schülerzuteilungen zur Kanti Wil oder auch Sparanordnungen scheinen ohne konzeptionelle Grundlage vollzogen zu werden. Der Regierungsrat reagiere nur auf das aktuelle Geschehen. Huber will aber einen Blick in die Zukunft und klare Vorgaben für die strategische Ausrichtung der Mittelschulen in Kreuzlingen, Frauenfeld und Romanshorn.

Strategie ist in Arbeit

Der Regierungsrat gibt Huber recht: «Ein gedrucktes Gesamtkonzept Mittelschulen liegt bislang nicht vor.» Er bestätigt, dass die Mittelschullandschaft auf einer Reihe von Beschlüssen basiert, die der Grosse Rat und auch der Regierungsrat im Laufe der Jahre gefällt haben. Zudem liege die Maturitätsreform nun schon einige Jahre zurück. Es sei darum an der Zeit, eine Anpassung vorzunehmen.

Ohne Linie geht man jedoch nicht vor bei den Entscheiden. Das stellt die Regierung klar. Die Rektorenkonferenz habe unter der Leitung des Amtes für Mittel- und Hochschulen bereits die Ausarbeitung einer Mittelschulstrategie in Angriff genommen. «Es gilt, dabei unterschiedliche Vorstellungen über die Weiterentwicklung der Schulen sowie politische Aspekte zu berücksichtigen.» Für Schnittstellen zur Berufsmatura werde auch das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung einbezogen.

Beschränktes Budget

Der Regierungsrat weist die Kritik von sich, dass es an tatkräftiger Umsetzung der Regierungsrichtlinien 2012–2016 mangele. So würden Förderangebote für Schüler ausgearbeitet. Einig sind sich Regierungsrat und Antragssteller darin, dass die Maturitätsquote im Thurgau verhältnismässig tief ist und es Massnahmen brauche, um die akademische Bildung zu stärken.

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