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THIELEMANN GEHT: Der Kritiker geht

ST.GALLEN. «Die HSG hat eine Pionierleistung erbracht, indem sie die Wirtschaftsethik eine Chance gegeben hat und sie weiterhin gibt. Allerdings hat man diese Leistung an der Universität nicht wirklich geschätzt – in ihrem Gewicht hat man sie nicht erkannt oder erkennen wollen.» Dies sagt der Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann in einem Interview mit unserer Zeitung.
Ulrich Thielemann verlässt die HSG. (Archivbild: Hanspeter Schiess)

Ulrich Thielemann verlässt die HSG. (Archivbild: Hanspeter Schiess)

Ulrich Thielemann verlässt die HSG. Fast zwanzig Jahre lang hat er in St.Gallen gearbeitet. Seine neue Herausforderung sieht er in Berlin. Dort baut er ein Institut für Wirtschaftsethik auf.

Die neuen Institutsleiter für die Wirtschaftsethik an der HSG sind vor kurzem ernannt worden. Enttäuscht hat Thielemann, der stellvertretender Direktor des Instituts war, dass er noch einmal zum Kreis der Kandidaten gehörte, die zu Probevorlesungen eingeladen worden sind.

Heftige Auseinandersetzungen
Vor bald eineinhalb Jahren waren die deutsch-schweizerischen Beziehungen durch den Steuerstreit stark belastet. Ulrich Thielmann kritisierte damals in Berlin vor deutschen Parlamentariern den Schweizer Bankenplatz. An der HSG löste er damit heftige Auseinandersetzungen aus. Als Professor und Institutsleiter sei er auf keinen Fall tragbar, sagten damals seine Kritiker.

HSG: Wenige kritische Stimmen
Kritisch ist Ulrich Thielemann geblieben: «Den Geist der HSG sieht er unter anderem darin, dass jene Leute, die den <mainstream> nicht besonders stark vertreten, sich nicht getrauen, sich öffentlich zu äussern. „Man exponiert sich an der HSG nicht gerne gegen den Zeitgeist. Das tun nur wenige.»

Als Wirtschaftsethiker fordert er, dass man sich von der Gewinnmaximierung – nicht vom Gewinnstreben – verabschiedet. «Wenn ich jedoch den Studierenden an der HSG sage, Gewinnmaximierung sei unter gar keinen Umständen rechtfertigungsfähig, dann antworten sie mir: <Aber das wird uns doch den ganzen Tag beigebracht.»

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper von morgen Samstag, 24. Juli 2010.

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