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THAL: Marienburg in Thal ist verkauft und wird umgenutzt

Die Missionsschule Marienburg, Grundeigentümerin der gleichnamigen Liegenschaft in Thal, hat das Anwesen an die Industrieholding Menzi Muck Gruppe AG mit Sitz in Kriessern verkauft. Nach Plänen der neuen Besitzer, sollen bis zu 100 Millionen Franken in das Anwesen investiert werden.
Die neue Besitzerin der Marienburg will in Zusammenarbeit mit dem Kanton und der Gemeinde in den kommenden Jahren eine grundsätzliche Umnutzung des Areals angehen. Unter anderem soll auch neuer Wohnraum geschaffen werden. (Bild: Peer Füglistaller)

Die neue Besitzerin der Marienburg will in Zusammenarbeit mit dem Kanton und der Gemeinde in den kommenden Jahren eine grundsätzliche Umnutzung des Areals angehen. Unter anderem soll auch neuer Wohnraum geschaffen werden. (Bild: Peer Füglistaller)

THAL. Die neue Grundeigentümerin ist die Marienburg AG mit Sitz in Kriessern SG, eine hundertprozentige Tochter der Menzi Muck Gruppe AG. Die neue Besitzerin sei sich der Bedeutung der Liegenschaft für die Region bewusst, heisst es in einem Mediencommuniqué der Marienburg AG.

Wohnraum schaffen
Sie werde in Zusammenarbeit mit dem Kanton und der Gemeinde in den kommenden Jahren eine grundsätzliche Umnutzung des Areals angehen. "Es ist geplant bis zu 100 Millionen Franken zu investieren. Dabei steht im Vordergrund die historische Anlage zu erhalten und in Ergänzung dazu neuen Wohnraum zu schaffen", so der Wortlaut der Mitteilung.

Minderjährige Asylbewerber
Nach der Schliessung des Gymnasiums im Sommer 2012 wurde das Schloss sowie die übrigen Gebäude von den Steyler Missionaren genutzt. Die Gebäude des ehemaligen Schulbetriebes werden aktuell durch den Trägerverein Integrationsprojekte des Kantons St.Gallen (TISG) gemietet, welcher darin unbegleitete minderjährige Asylbewerber unterbringt. (pd/red.)

Europäische Bedeutung

Das historische Anwesen mit der entsprechenden Parklandschaft geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Das Schloss, die sogenannte Weinburg, erlangte europäische Bedeutung als dieses 1866 an die Fürsten von Hohenzollern Sigmaringen verkauft wurde. Darauffolgend diente das Schloss hauptsächlich als Herbstsitz. In dieser Zeit wurde ein Park von nationaler Bedeutung angelegt, welcher über hundert Bäume umfasst. Zu erwähnen ist insbesondere der mit über 40 Meter höchste Mammutbaum der Schweiz, ein Geschenk der Königin Viktoria von England aus dem Jahr 1858. Ab 1930 führten die Steyler Missionare in der ehemaligen Weinburg das Gymnasium Marienburg, bis vor vier Jahren aufgrund rückgängiger Schülerzahlen die Schliessung erfolgte. (pd)


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