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Textilexport für die Zürcher Politik

Polaroid

Das Haus Wilson an der Teufener Strasse zählt zu den prächtigsten Stickereibauten der Stadt St. Gallen. Schon während der Bauphase von 1907 bis 1908 war die Nähe des Hauses zum Hauptbahnhof ein Trumpf – die beiden «Wilson»-Architekten, Robert Curjel und Robert Moser, hatten ihre Zentrale in Karlsruhe und fuhren auch sonst regelmässig ­ in der Weltgeschichte herum. 110 Jahre später dürfte nun ein zeitgenössischer Textilunternehmer äusserst froh sein um die Bahnhofsnähe des Gebäudes: ­Silvan Wildhaber, Chef der seit 1970 im «Wilson» domizilierten Filtex. Wildhaber, Jahrgang 1977, ist zwar in St. Gallen-Rotmonten aufgewachsen und hat hier sämtliche Schulen inklusive HSG absolviert. Mittlerweile ist er aber überzeugter Zürcher mit Wohnsitz im Kreis 6 und Mitgliedschaft im Quartierverein. Wildhabers Zürich-Liebe geht gar so weit, dass er für das dortige Gemeindeparlament kandidiert. Mit dem leicht kryptischen Slogan «Glückliche Selbstverwirklichung dank weniger Steuern» will er am 4. März für die FDP in die kommunale Legislative einziehen. Wildhaber wäre nicht der erste Freisinnige mit St. Galler Wurzeln, der sich in der Politik an der Limmat umtut – der aktuelle Zürcher FDP-Kantonalpräsident, Hans-Jakob Bösch, hat zwei Jahre nach Wildhaber in St. Gallen die Matura gemacht. Wildhaber wäre aber der erste Textilexport aus der Gallusstadt, der in Zürich politisiert und regelmässig zurück in die Heimat pendelt. (ar)

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