Technik-Studium in Frauenfeld statt in Wil

«Das ist unser neues Flaggschiff», sagt René Strasser, der Rektor des Bildungszentrums für Technik in Frauenfeld. Seine Schule bietet künftig als einzige in der Ostschweiz den Diplomstudiengang für Technik des Verbands Swissmechanic an.

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«Das ist unser neues Flaggschiff», sagt René Strasser, der Rektor des Bildungszentrums für Technik in Frauenfeld. Seine Schule bietet künftig als einzige in der Ostschweiz den Diplomstudiengang für Technik des Verbands Swissmechanic an. Der Verband hat das Bildungszentrum zu einem von landesweit drei Hauptausbildungsstandorten gewählt. Neben Frauenfeld will Swissmechanic auch in Lenzburg und Bern eine Ausbildung auf dem Niveau der Höheren Fachschule (HF) anbieten. Bisher gab es den vollen Studiengang nur in Bern.

Zu wenig Interesse in Wil-Uzwil

Erst mit dem neuen Schuljahr bietet das Frauenfelder Bildungszentrum für Technik diesen Studiengang überhaupt an. Zunächst sah es so aus, als ob Frauenfeld in Konkurrenz zum Berufs- und Weiterbildungszentrum Wil-Uzwil stünde, das von Swissmechanic schon länger die Lizenz für den HF-Studiengang hat. Allerdings harzte die Zusammenarbeit zwischen dem Verband und der St. Galler Schule, wie Roland Stoll, Bereichsleiter Bildung bei Swissmechanic, erklärt. Sie hatte Mühe, die Klasse für das einjährige Fachstudium zu füllen, das dem zweijährigen HF-Diplomstudium vorgelagert ist. Für das eigentliche Diplomstudium gab es in Wil-Uzwil nie genug Interessenten.

Auch Regierung setzte sich ein

Swissmechanic hat sich nun entschieden, auf den Standort Wil-Uzwil zu verzichten und setzt voll auf Frauenfeld. Hier habe man grosses Interesse seitens des Bildungszentrums gespürt. «Auch die Kantonsregierung hat sich aktiv eingesetzt», sagt Stoll. Ausserdem sei von Frauenfeld aus eine Zusammenarbeit mit dem neuen Swissmechanik-Ausbildungszentrum für Lehrlinge in Weinfelden möglich. Stoll ist zuversichtlich, dass es das Bildungszentrum für Technik schafft, nächstes Jahr auch den Diplomstudiengang anzubieten.

In der jetzt gestarteten vorgelagerten Fachstudium-Klasse sitzen nach Angaben von Rektor Strasser elf Studenten. Eine weitere solche Klasse wird an der Berufsschule Bülach geführt. Sie soll Zubringer für den Hauptstandort Frauenfeld werden. Wer das Fachstudium in Bülach abgeschlossen hat und noch den zweijährigen Diplomstudiengang absolvieren will, kommt dafür in den Thurgau. (wid)