TCS setzt auf Leuchtstreifen

ST.GALLEN. Die TCS Sektion St. Gallen-Appenzell Innerrhoden will die Sicherheit auf Fussgängerstreifen verbessern. 500 Schulen erhalten zudem Sicherheitssets für Velofahrer.

Nina Rudnicki
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Durch die Leuchtstreifen am Oberarm soll es zu weniger Unfällen auf Fussgängerstreifen kommen. (Bild: Urs Jaudas)

Durch die Leuchtstreifen am Oberarm soll es zu weniger Unfällen auf Fussgängerstreifen kommen. (Bild: Urs Jaudas)

Fast täglich ist in den Zeitungen von Unfällen auf Fussgängerstreifen zu lesen. Wegen der frühen Dämmerung ist die Gefahr, als Fussgänger von Autofahrern übersehen zu werden, vor allem in den Wintermonaten gross. Das thematisierte gestern Luigi R. Rossi, Präsident der TCS Sektion St. Gallen-Appenzell Innerrhoden, an der Jahresmedienkonferenz.

Leuchtstreifen am Oberarm

«Die Beleuchtung ist an vielen Fussgängerstreifen falsch», sagte Rossi. Es nütze nichts, wenn ein Fussgänger von oben von einer Laterne angeleuchtet werde. Wirksamer wäre, die Person frontal – also aus der Sicht der Autofahrer – anzuleuchten. Neben der ungenügenden Strassenbeleuchtung kommen laut Rossi weitere Faktoren dazu, die das Unfallrisiko auf Fussgängerstreifen erhöhen, wie schwarze und dunkle Kleidung oder schlechte Wetter- und Sichtverhältnisse.

«Es ist uns seit jeher ein Anliegen, einen Beitrag zur Sichtbarkeit auf Fussgängerstreifen zu leisten», sagte Rossi. Daher setze der TCS jetzt auf die gelben Leuchtstreifen, die sich die Fussgänger um die Oberarme heften können – laut Rossi kurzfristig die beste Lösung. «Im Gegensatz zu baulichen Massnahmen können wir damit sofort etwas gegen die vielen Unfälle auf den Fussgängerstreifen unternehmen.»

Die TCS Sektion St. Gallen-Appenzell Innerrhoden setzt sich auch für längerfristige Massnahmen ein. «Dazu gehört, die Lichter der Fahrzeuge zu kontrollieren, sich für eine bessere Beleuchtung und Sichtbarkeit der Fussgängerstreifen einzusetzen sowie unsere Forderung, vor den Zebrastreifen passive Leuchtbalken zu installieren», sagt Rossi.

Sicherheitswesten für Schüler

Die Leuchtbalken funktionieren nach einem simplen Prinzip, sind aber umso wirksamer: Durch Reflektoren, die in den Boden eingelassen sind, wird die Aufmerksamkeit des Autofahrers auf den Fussgängerstreifen gelenkt. Dadurch wird dieser nachts und bei Dunkelheit früher sichtbar. Rossi sagt: «Durch solche baulichen Massnahmen können Unfälle mit Fussgängern deutlich reduziert werden. Mir sind keine Unfälle auf Fussgängerstreifen bekannt, vor denen passive Leuchtbalken installiert wurden.»

Um weitere Unfälle zu vermeiden, will die TCS Sektion St. Gallen-Appenzell Innerrhoden im nächsten Jahr neben den gelben Leuchtstreifen für Fussgänger verstärkt auch Sicherheitswesten für Schüler fördern. Jedes Schulhaus soll mit jeweils einem Set aus 23 Sicherheitswesten für radfahrende Kinder und zwei Sicherheitswesten für Lehrer ausgerüstet werden. «Diese Sicherheitssets werden den Schulhäusern unentgeltlich zur Verfügung gestellt und ihnen über die Regionalgruppen vermittelt», sagt Rossi. Insgesamt handle es sich um 500 Schulhäuser. Mit 30 Franken pro Set ergibt das einen Betrag von 15 000 Franken, den der TCS in die Verkehrssicherheit investiert – als ergänzende Aktion zu den Schultergürteln für Primarschüler und Kindergärtler.