Tausende feiern Fasnacht

An den zwei grossen Umzügen in Lenggenwil und Rorschach liessen sich gestern Tausende Zuschauer vom närrischen Treiben der Fasnachtsgruppen und Guggenmusiken mitreissen.

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69 Nummern zählte der Umzug in Lenggenwil. (Bild: Zita Meienhofer)

69 Nummern zählte der Umzug in Lenggenwil. (Bild: Zita Meienhofer)

Die Ostschweiz steckt im Fasnachtsfieber. Allein der Umzug gestern nachmittag in Lenggenwil lockte rund 15 000 Zuschauer an. Unter den 69 Umzugsnummern waren einige wenige Gruppen mit aktuellen Themen wie Geothermie, Abhörskandal, Achtung-Fertig-WK oder Greenpeace-Aktivisten. Aber auch regionale Themen wie Ladensterben, teuer sanierte Strassen oder Notstand in der ARA wurden auf die Schippe genommen.

Dem Motto «Unterwasserwelt» nahmen sich die einheimischen Jungwachtgruppen an. Zu den Themen Fluch der Karibik, Yellow Submarine oder Fischers Fritz gestalteten sie originelle Nummern. Zudem mischten mehr als 20 Guggenmusiken aus der Ost- und Innerschweiz mit. Severin Löhrer, Präsident der Fasnachtsgesellschaft Lenggenwil, zog am Sonntagabend ein sehr positives Fazit zum närrischen Treiben in Lenggenwil.

Das Prinzenpaar in Rorschach

Auch am internationalen Fasnachtsumzug in Rorschach verwandelten gestern 43 Gruppen aus der Schweiz und dem angrenzenden Ausland die Strassen der Stadt am See in ein Narren-Eldorado. Den 1400 mitgelaufenen Personen bescherte das sonnige Wetter ideale Bedingungen, um sich den Schaulustigen zu präsentieren. Zufrieden mit dem diesjährigen Umzug ist auch OK-Präsidentin Brigitte Höhener. «Es ist alles reibungslos verlaufen, das Wetter hat mitgespielt, es war einfach perfekt.» Recht gibt ihr die Zuschauerzahl: 6000 Personen erfreuten sich an den bunt gestalteten Kostümen und Wagen der Gruppen. Eines der Highlights des diesjährigen Umzuges war der grosse Fanfarenzug der Bregenzer mit dem Prinzenpaar.

Vielleicht zum letzten Mal

Persönlicher Höhepunkt für Brigitte Höhener war, dass die Röräheizär vor dem VIP-Wagen auf die Knie gingen und so ihre Lieder zum besten gaben. Ihre Performance war eine Bitte, den Umzug nicht zum letzten Mal durchzuführen. Ob es auch in zwei Jahren nochmals klappen wird, kann die OK–Präsidentin zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. (zi/lex)

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