Tanzverbot in Clubs, Maskenpflicht ab Gruppen von 30 Personen: Mit diesen Massnahmen will der Kanton St.Gallen Corona bekämpfen

Die Coronazahlen steigen in allen Ostschweizer Kantonen – jetzt hat der Kanton St.Gallen seine Massnahmen bekannt gegeben. Unser Liveticker zum Nachlesen.

David Grob
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Regierungsrat Fredy Fässler und Regierungsratspräsident Bruno Damann informieren über die neuen Coronamassnahmen.

Regierungsrat Fredy Fässler und Regierungsratspräsident Bruno Damann informieren über die neuen Coronamassnahmen.

Bild: Michel Canonica

Ab diesem Samstag gelten im Kanton St.Gallen neue Massnahmen gegen das Coronavirus. Im Pfalzkeller informierten Regierungsratspräsident Bruno Damann, Gesundheitsdepartement, und Regierungsrat Fredy Fässler, Sicherheits- und Justizdepartement, über die neuen Einschränkungen, die ab Samstag, 17. Oktober, gelten.

  • Sitzpflicht bei der Konsumation: Gäste in Clubs und Bars müssen ihre Getränke und das Essen im Sitzen konsumieren. Enge und zahlreiche Kontakte sollen so verhindert werden. Ebenso muss das Personal eine Maske tragen, da es über mehrere Stunde mit vielen Leuten in Kontakt kommt.
  • Maskenpflicht bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen. Die Maskenpflicht gilt auch für Gruppen unter 30 Personen, wenn die Abstandsvorgaben nicht eingehalten werden können.
  • Tanzverbot in Clubs und Bars: Daten aus dem Contact-Tracing würden zeigen, dass viele Ansteckungen beim Tanzen passieren, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons. Tanzanlässe werden deshalb verboten. Dies betrifft öffentliche Veranstaltungen in Clubs, Discotheken, Tanzlokalen, Salsaclubs und Bars. Erlaubt bleibt das Tanzen in Fitnessstudios, Sportvereinen, Tanzschulen und ähnlichen Einrichtungen.

Ebenso will der Kanton das Contact-Tracing ausbauen. Zehn weitere Tracerinnen und Tracer sollen angestellt werden. Das Ziel: Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen.

Warum setzt der Kanton nicht auf eine Maskenpflicht in Läden? Damann verweist auf die Orte, an denen viele Ansteckungen erfolgen: in der Familie, in Clubs. «Dort dürfte die Zahl vermutlich höher liegen, da nicht alle ehrlich sind.» Auch würden die Daten aus anderen Kantonen zeigen, dass eine Maskenpflicht in den Läden nur wenig Wirkung zeige.

Weitere Einschränkungen sind aber möglich, sollten die die Fallzahlen weiter steigen. Dies könne eine generelle Maskenpflicht oder die Beschränkung der Personenzahl bei Veranstaltung sein, sagt Damann.

Die Medienkonferenz im St.Galler Pfalzkeller.

Die Medienkonferenz im St.Galler Pfalzkeller.

Bild: Michel Canonica