Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Eröffnung Ruckhaldetunnel: Tango mit der Bevölkerung in vollen Zügen

Ab Sonntag verkehren die neuen «Tango»-Züge der Appenzeller Bahnen durch den Ruckhaldetunnel. Die neuen Fahrzeuge gaben dem Volksfest zur Tunneleröffnung das Motto vor.
Kaspar Enz
Die Appenzeller Bahn hielt auch beim "Lattich". (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Appenzeller Bahn hielt auch beim "Lattich". (Bild: Hanspeter Schiess)

Dies ist ein Artikel der "Ostschweiz am Sonntag" vom 7. Oktober. Die aktuelle Ausgabe lesen Sie hier.

Was lange währt, wird endlich gut: Zweieinhalb Jahre hatte der Bau des Ruckhaldetunnels gedauert. Aber die Geschichte des Tunnels begann viel früher, weiss Hans Hug. «Schon 1870 hätten die Teufner am liebsten einen Tunnel gehabt, um möglichst schnell in St. Gallen zu sein», erzählt der Vizepräsident des Museumsvereins Appenzeller Bahnen. Das gehe aus alten Protokollen hervor.

Sichtbarer Meilenstein

Hier, im Gewerblichen Berufszentrum, gleich neben der neuen Haltestelle Riethüsli, hat der Verein eine kleine Ausstellung über den Tunnelbau aufgebaut. Schon am Vormittag warten die Gäste auf die Führung: Nach der offiziellen Feier am Freitagabend findet am Samstag das Volksfest zur Eröffnung des Tunnels statt. Für Thomas Baumgartner, Direktor der Appenzeller Bahnen (AB), ein «erster wichtiger Meilenstein» auf dem Weg zur Durchmesserlinie, jedenfalls der sichtbarste. Noch bis März dauert es, bis alle neuen «Tango»-Züge in Betrieb sind.

24 Bilder

Eröffnung Ruckhaldetunnel: Das grosse Fest für die Bevölkerung

Blick in die Schaltzentrale

Doch Familien aus der Region und Bahnfans aus nah und fern warten nicht bis zum Frühling. Am Samstag fuhren die ersten der neuen «Tango»-Züge mit Fahrgästen durch den Tunnel. Ab Sonntag verkehren sie wieder fahrplanmässig zwischen St. Gallen und Teufen: Die Zeit des Bahnersatzes ist vorbei, eine Erleichterung für viele.

Nicht nur deshalb interessiert der neue Tunnel. Die Appenzeller Bahnen geben Einblick in ihre Schaltzentrale am Hauptbahnhof. Von hier aus werden Weichen, Barrieren und Anzeigetafeln gesteuert, hier wird entschieden, ob eine Verspätung abgewartet wird. Auch hier bereitete man sich auf den neuen Tunnel vor, denn er ermöglicht schnellere Verbindungen. Ein neuer Fahrplan musste gezeichnet werden, wie Dani Mattle vom Betriebszen­trum vorzeigt: mit Zickzacklinien auf einer Tabelle aus Zeit und Haltestellen. Mattle stösst auf interessiertes Publikum: Was geschieht, wenn ein Auto zu nahe an den Schienen parkt? Warum kreuzt die Trogenerbahn beim Schwarzen Bären statt an der Notkersegg?

Tango oder Streichmusik

Das eigentliche Volksfest aber findet auf dem Areal des alten Güterbahnhofs statt, in der kulturellen Zwischennutzung «Lattich». Hier haben die Gäste die Wahl zwischen Bratwurst, Älplermagronen und Risotto und Unterhaltung auf der Bühne. «Hannes vo Wald», der Appenzeller auf Stelzen, modelliert Ballone mit den Kindern. Schauspieler Philipp Langenegger trägt mit Zylinder Gedichte vor und bezieht das Publikum mit ein. Darunter auch eines des Mundart-Dichters Julius Ammann über die Appenzeller Bahnen. «D Appezeller Isebahne hend Charakter, glob mers no», dichtete der vor bald hundert Jahren.

Und hier tanzt um die Mittagszeit alles Tango. «Eins, zwei, drei, vier und – eins, zwei, drei, vier – Pause», weist Tanzlehrer Rafael Herbas die Tänzer an, unter ihnen auch Stadträtin Maria Pappa. Ganz schrittsicher sind nach dem Workshop nicht alle Tänzer. In den neuen «Tango»-Zügen könnte man sie auch nicht üben: Zwar verkehren sie alle 20 Minuten zwischen Teufen und St. Gallen samt Extrahalt beim Güterbahnhof. Voll ist trotzdem fast jeder von ihnen.

Wetterglück für AB-Feste

Rund 6000 Besucher habe das Fest gehabt, schätzten die Appenzeller Bahnen. Da half wohl einmal mehr das Wetter, sagt AB-Marketingleiterin Sabrina Huber. «Wir haben scheinbar immer Glück: Schon am Spatenstich und am Durchstich schien die Sonne.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.