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Tagblatt übernimmt Partner Wiler Zeitung

ST.GALLEN/WIL. Die St.Galler Tagblatt AG übernimmt per 2014 die Verlagsrechte an der Wiler Zeitung sowie an der Lokalzeitung Alttoggenburger von der Wiler Zeitung AG, einer Hundert-Prozent-Tochter der Druckerei Flawil AG. Dies teilten die beiden Verlagshäuser gestern abend mit.
Richard Clavadetscher
Die Verlagsrechte der Wiler Zeitung gehen an die St. Galler Tagblatt AG über. (Bild: Coralie Wenger)

Die Verlagsrechte der Wiler Zeitung gehen an die St. Galler Tagblatt AG über. (Bild: Coralie Wenger)

Die St.Galler Tagblatt AG übernimmt per 2014 die Verlagsrechte an der Wiler Zeitung sowie an der Lokalzeitung Alttoggenburger von der Wiler Zeitung AG, einer Hundert-Prozent-Tochter der Druckerei Flawil AG. Dies teilten die beiden Verlagshäuser gestern abend mit. Die Übernahme erfolgt als Tauschgeschäft: Verlagsrechte gegen Aktien der St.Galler Tagblatt AG. Über den Kaufpreis haben die beiden Vertragspartner Stillschweigen vereinbart. Das Geschäft hat laut Auskunft beider Häuser keine Auswirkung auf die Zahl der Beschäftigten.

«Wichtiger Schritt»

Für die St.Galler Tagblatt AG ist der Erwerb der Verlagsrechte laut Gesamtleiter Daniel Ehrat «ein wichtiger Schritt für die Zukunft». Durch den Schulterschluss könnten in vielen Bereichen Synergien genutzt werden, was angesichts der strukturellen Schwierigkeiten, in denen die Verlagsbranche heute stecke, und des daraus resultierenden Kostendrucks von Bedeutung sei.

Tatsächlich sind mit dem Erwerb der Verlagsrechte der Wiler Zeitung nun alle Regionalausgaben im Raum Wil und den angrenzenden Regionen Fürstenland, Toggenburg und Hinterthurgau in einer Hand, nachdem vor knapp drei Jahren bereits die Thurgauer Zeitung von der Tamedia AG an die St.Galler Tagblatt AG übergegangen ist und das Verlagshaus im Toggenburg schon einen Titel besitzt. Dies eröffnet dem Tagblatt nun Möglichkeiten, die entsprechenden Regionalausgaben zu optimieren.

Die bisher eigenständige Wiler Zeitung kooperiert mit dem St.Galler Tagblatt heute insofern, als sie die überregionalen Seiten ihrer Ausgaben, den sogenannten Mantel, beim Tagblatt einkauft.

Veränderte Marktsituation

Auf Seiten der Wiler Zeitung AG und der sie besitzenden Druckerei Flawil AG sind es laut Peter Weigelt, dem Verwaltungsratspräsidenten der Wiler Zeitung AG, in erster Linie «die Herausforderungen neuer Technologien, die veränderte Marktsituation nach Erscheinen der Ostschweiz am Sonntag sowie Veränderungen bei den regionalen Lebens-, Wirtschafts- und Freizeiträumen», die die Verantwortlichen zum Verkauf bewogen. Es reifte dort ganz offensichtlich die Erkenntnis, dass eine Zeitung mit einer Auflage von knapp 13 500 Exemplaren die Herausforderungen der Zukunft schlecht allein stemmen kann.

Durch den Tausch der Verlagsrechte gegen Aktien der St.Galler Tagblatt AG bleibt die Druckerei Flawil AG auch künftig wirtschaftlich eng mit dem Ostschweizer Tageszeitungsgeschäft verbunden – mehr noch: Die Flawil-Tochter Wiler Zeitung AG, die ab kommendem Jahr dfverlag AG heissen wird, plant, künftig ein Monatsmagazin für die Grossregion Wil herauszugeben und so «die regionale Information mitzugestalten».

Im Zusammenhang mit der Übernahme der Verlagsrechte an der Wiler Zeitung und am Alttoggenburger hat sich Tagblatt-Gesamtleiter Daniel Ehrat gestern auch zur Zukunft der beiden Titel geäussert. Den Lesern sichert er zu, das sie «keine Veränderungen spüren» werden. Beide Zeitungen würden auch künftig wie bisher gewohnt erscheinen.

Inhaltlich ist wohl davon auszugehen, dass die Grossregion Wil aufgrund der gebündelten Ressourcen künftig umfassender und aktueller abgebildet werden kann. Hans Suter, Chefredaktor der Wiler Zeitung, nannte dies gestern jedenfalls «eine Chance und eine Hoffnung». Im Übrigen sähen er und die Redaktorinnen und Redaktoren seiner Zeitung den Schritt als «klugen Entscheid», der der Wiler Zeitung eine Zukunftsperspektive eröffne.

Keine Änderung im Rheintal

Nun hat die St.Galler Tagblatt AG einen weiteren Kooperationspartner, die Rheintal Verlag AG. Ihm liefert sie überregionale Zeitungsseiten für den Rheintaler und die Rheintalische Volkszeitung. Bringt nun der Wiler Deal allenfalls auch dort etwas in Bewegung? Rheintal-Verlagsleiter René Wuffli verneint es. Der Wiler Entscheid sei ohne jeden Einfluss auf die Situation seines Verlages. Die beiden Lebens- und Wirtschaftsräume liessen sich eben auch nicht vergleichen: Das Rheintal sei homogener als die Region Wil. Deshalb sei man nach wie vor gut aufgestellt und sehe keinen Grund, an der seit Jahren guten und erfolgreichen Kooperation mit dem Tagblatt etwas zu ändern.

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