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Tagblatt-Podium zur St.Galler Ständeratswahl: Die Angreifer bleiben ungefährlich +++ Wie sich die einzelnen Kandidierenden geschlagen haben +++ Der Ticker zum Nachlesen

Am «Tagblatt»-Podium zur Ständeratswahl treffen zwei besonnene Bisherige auf drei harmlose Herausforderer – und eine Angriffige. Der Abend im Rückblick.
Linda Müntener (Ticker)/Noemi Heule/Adrian Lemmenmeier
Vor vollen Rängen diskutierten die sechs St.Galler Ständeratskandidaten im Pfalzkeller. Im Bild von links nach rechts: Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid, Paul Rechsteiner, Benedikt Würth, Roland Rino Büchel, Marcel Dobler, Franziska Ryser, Pietro Vernazza und Andri Rostetter, Ressortleiter Ostschweiz und stv. Chefredaktor beim Tagblatt. (Bild: Urs Bucher)

Vor vollen Rängen diskutierten die sechs St.Galler Ständeratskandidaten im Pfalzkeller. Im Bild von links nach rechts: Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid, Paul Rechsteiner, Benedikt Würth, Roland Rino Büchel, Marcel Dobler, Franziska Ryser, Pietro Vernazza und Andri Rostetter, Ressortleiter Ostschweiz und stv. Chefredaktor beim Tagblatt. (Bild: Urs Bucher)

Der Pfalzkeller war gut besucht. Rund 250 Zuschauer waren zum Tagblatt-Podium gekommen. Sechs Kandidaten, die für den Kanton St.Gallen in den Ständerat wollen, kreuzten die Klingen:

  • Benedikt Würth (CVP)
  • Pietro Vernazza (GLP)
  • Franziska Ryser (Grüne)
  • Marcel Dobler (FDP)
  • Paul Rechsteiner (SP)
  • Roland Rino Büchel (SVP)

Der siebte Kandidat, Norbert Feldmann (BDP), war nicht anwesend. Seine kurzfristige Kandidatur war erst eingetroffen, nachdem das Podium organisiert war.

Die Diskussion verlief gesittet, sachlich, frontale Angriffe gab es kaum. Besonders gut schienen sich die beiden Bisherigen Rechsteiner und Würth zu verstehen. Fast wie dicke Freunde betonten sie, dass sie in Bern in vielen Punkten bereits harmonieren.

Für Frische sorgte Franziska Ryser. Sie war die einzige Angriffige in der Runde und vertrat gut vorbereitet klare Positionen. Vernazza gab locker zu, dass er nicht in jeder Frage Experte sei, und setzte voll auf seine Fachkenntnis im Gesundheitswesen. Dobler gab den liberalen Digitalisierer, der in Klimafragen leichte regulatorische Veränderungen befürwortet. Büchel blieb inhaltlich auf SVP-Parteilinie – wirkte humorvoll, aber auch etwas träge.

Klare Sieger oder Verlierer liessen sich nach anderthalbstündiger Debatte nicht festmachen. Es war ein ausgeglichenes Rennen, das die Bisherigen ruhig angingen. Und sie fuhren gut damit, spielten doch auch ihre Herausforderer nicht auf Angriff. So blieb es bei einer fast schon gemütlichen Gesprächsrunde.

Und so präsentierten sich
die Bewerber:

Benedikt Würth: Der Erklärer

Benedikt Würth.

Benedikt Würth.

Der St.Galler Finanzchef und bisherige Ständerat Benedikt Würth oszillierte in der Diskussion zwischen Staatsmann und Lehrer. So erklärte er auch mal, wie der Gesetzgebungsprozess funktioniert, inhaltlich hielt er sich wie erwartet an Mitte-Positionen. In der Gesundheitspolitik sei es völlig klar, dass man in den St.Galler Spitälern Kapazitäten reduzieren müsse. Die Ehe für alle befürwortet der CVPler.

Roland Rino Büchel: Der Relativierer

Roland Rino Büchel.

Roland Rino Büchel.

Mit der «Klimahysterie» kann der Sportmanager und Autoverkäufer nichts anfangen. Und so konzentrierte sich Roland Rino Büchel in urchigem Rheintaler Dialekt aufs Relativieren. Der Einfluss der Schweiz auf das Weltklima sei winzig, da würden alle Lenkungsabgaben nichts nützen. Insgesamt setzte Büchel wenig Akzente. Die Schweiz brauche neue Kampfjets und keinen Vaterschaftsurlaub.

Marcel Dobler: Der Unternehmer

Marcel Dobler.

Marcel Dobler.

Der hochgewachsene Exsportler Marcel Dobler überragte die Runde körperlich. In der Diskussion stach er aber kaum heraus. Veränderungen will der Freisinnige in kleinen Schritten angehen. 50 Franken Eintrittshürde für einen Notfallbesuch sollen die Gesundheitskosten senken. Ansonsten hatte der Unternehmer für viele Fragen ein wenig überraschendes Mantra: Eigenverantwortung.

Franziska Ryser: Die Aufstrebende

Franziska Ryser.

Franziska Ryser.

Dass man noch mit ihr rechnen muss, machte Franziska Ryser bereits im ersten Votum klar, das sie mit einem Seitenhieb gegen Marcel Dobler einleitete. Die Jüngste in der ansonsten reinen Männerrunde blieb aufmüpfig, forderte etwa eine Elternzeit von 18 Wochen, was das Publikum auch mal mit Spontanapplaus goutierte. Ihren Ehrgeiz legte die Ingenieurin überdies durch akribische Vorbereitung an den Tag.

Paul Rechsteiner: Der Staatsmann

Paul Rechsteiner.

Paul Rechsteiner.

Nach über dreissig Jahren im Bundeshaus ist Paul Rechsteiner nicht nur in der Politik ein Urgestein, sondern auch auf Podien ein Routinier. Der 67-Jährige blieb staatsmännisch, wenig streitlustig bis gleichgültig. Ohne Erfolg versuchten ihn seine Angreifer mit Sticheleien zu seinem Alter aus der Reserve zu locken. In Sachfragen konnten sie ihm derweil nicht das Wasser reichen.

Pietro Vernazza: Der Aussenseiter

Pietro Vernazza.

Pietro Vernazza.

Wenig überraschend punktete der HIV-Spezialist und Chefarzt am Kantonsspital St. Gallen in Gesundheitsfragen und brachte sich als Neo-Grünliberaler zur Umweltpolitik ein. Ansonsten blieb er inhaltlich blass, kam oft nicht auf den Punkt und konnte seine politische Unerfahrenheit nicht verbergen. «Keine Ahnung», antwortete er unverhohlen auf die Frage, ob die Schweiz neue Kampfflugzeuge braucht.

Und hier gibt es den Ticker zum Nachlesen:

20:56 Uhr

Damit ist die Podiumsdiskussion zu Ende, und wir verabschieden uns von Ihnen. Vielen Dank für Ihr Interesse! Alles Wissenswerte zu den Wahlen finden Sie weiterhin auf www.tagblatt.ch oder in der gedruckten Ausgabe.

20:52 Uhr

Die letzte Frage des Abends kommt wieder von Moderator Stefan Schmid. Er will von den Kandidierenden wissen, wofür sie sich in Bern einsetzen wollen. Würth verspricht, im Bildungs- und Forschungsbereich viel herauszuholen und das Hochwasser-Projekt Rhesi voranzutreiben.
Rechsteiner setzt sich den Ausbau des ÖV zum Ziel.

Büchel bezeichnet sich als Vertreter des liberalen Staats – dafür werde er sich stark machen. Dobler streicht den Ostschweizer Innovationspark heraus. Vernazza will das Medical-Maser-Programm vorantreiben. Franziska Ryser hat das Schlusswort und plädiert dafür, St.Gallen grösser zu denken und die Nachbarländer einzubeziehen. Die ÖV-Infrastruktur müsse weiter gehen, in die Bodenseeregion und ins Fürstentum.

20:48 Uhr

Eine Zuschauerin gibt zu bedenken, dass viele Angestellte im Pflegebereich, im Gegensatz zu Ärzten, nicht länger arbeiten wollen – und fragt in diesem Zusammenhang nach der Haltung zur Pflege-Initiative. Vernazza bezeichnet sich als «klarer Verfechter der Initiative», Ryser und Rechsteiner sind ebenfalls dafür. Dobler, Büchel und Würth lehnen das Ansinnen ab.

20:41 Uhr

Nun darf das Publikum Fragen stellen. Ein Mann will von den Kandidierenden wissen, ob sie für die Individualbesteuerung sind. Würth: «Klar nein, das ist ein riesiges Bürokratie-Monster.» Rechsteiner: «Der Ansatz ist richtig. Man muss aber schauen, dass man die direkte Bundessteuer nicht schwächt. Die Progression darf nicht gebrochen werden.» Büchel: «Nein, es wäre zu aufwendig.» Dobler ist grundsätzlich dafür. «Bei der Bürokratie kann man noch viel machen. In ein paar Jahren kann man das automatisch bearbeiten», sagt er. Ryser: «Im Grundsatz ist die Idee richtig, die Frage ist, wie man es ausgestaltet.»

20:39 Uhr

Der Zweitälteste in der Runde ist Pietro Vernazza. Er spricht sich für ein flexibles Rentenalter aus. Er selber würde gerne auch länger arbeiten. «Die Menschen haben ein Anrecht auf eine Arbeit und eine Verantwortung.»

20:35 Uhr

Das Rentenniveau sei nicht stabil, sagt Rechsteiner. Die Renten in der zweiten Säule sinken. «Das ist das grosse Problem.» Es gebe eine dumme und eine soziale Lösung. Die dumme Lösung: Das 3.Säule-Produkt ausbauen. «Das ist ein Geschäft für die Banken und Versicherungen. Wenn man bei der Rente etwas machen will, kommt man nicht um die AHV herum.» Diese habe kostengünstiger und mit grösserer Wirkung die Möglichkeit, Verbesserungen zu erzielen.

20:30 Uhr

Franziska Ryser ist die einzige Frau in der Runde. Eine Erhöhung des Rentenalters für Frauen sei eine kritische Massnahme, sagt sie. Denn die Frauen erhalten schon heute weniger Geld als die Männer, da die zweite Säule für geradlinige Karrieren ausgelegt sei und unbezahlte Arbeit – wie etwa jene der Mütter – dabei nicht zähle. Was ist ihr Rezept? «Die Finanzierung der AHV ist sozial. Wenn die Leute älter werden, muss man die Lohnbeiträge leicht erhöhen, genauso wie den Bundesbeitrag.»

20:28 Uhr

Benedikt Würth findet, man müsse auf der Einnahmen- und der Ausgabenseite ansetzen. Solche Reformen müssten aber ausgewogen sein. Er hofft, dass die Parteien zu einem Kompromiss bereit sind.

20:25 Uhr

Stichwort Erhöhung des Rentenalters. Paul Rechsteiner sagt dazu: «Leute über 60 sind im Schnitt auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt. Wenn sie den Job verlieren, ist es für sie extrem schwierig.» Man müsse der Realität ins Auge schauen. «Bei der Pensionskasse sind die Entwicklungen dramatisch.»

20:22 Uhr

Noch stehen zwei Themen auf dem Programm – Europa oder Altersvorsorge. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit reicht es nur noch für ein Thema. Das Publikum darf per Handzeichen abstimmen. Das Ergebnis ist klar: Altersvorsorge.

20:20 Uhr
Ein Bild aus dem Pfalzkeller. (Bild: Urs Bucher)

Ein Bild aus dem Pfalzkeller. (Bild: Urs Bucher)

20:11 Uhr

Es kommt zum Schlagabtausch zwischen Büchel und Ryser, die sich in der Frage nach Abgaben für Flugtickets nicht einig sind. Für Ryser braucht es diese Massnahme, «weil es bisher ohne nicht funktioniert hat.» Büchel argumentiert, dass in jenen Ländern, die eine solche Abgabe bereits kennen, die Flugbewegungen gar zugenommen hätten.

20:09 Uhr

Kann die Schweiz gegen das Klimaproblem alleine nichts bewirken? Ryser entgegnet dem, dass man das Problem durchaus global angehen müsse. «Die Schweiz gehört da aber auch dazu. Es wäre unverantwortbar, wenn wir uns hier rausnehmen würden.» Spontan-Applaus.

20:07 Uhr

Rostetter spricht Büchel auf dessen Parteikollege Roger Köppel an: «Sind Ihnen die Gletscher auch egal?» Der SVPler ist mit der Frage nicht einverstanden. «Ihr steigt hier auf irgendwelche Marketing-Massnahmen ein, die auf Hysterie machen.» Die Schweiz müsse nicht den «Saubermann der Welt» spielen mit unbezahlbaren Massnahmen.

20:05 Uhr

Marcel Dobler fährt Elektroauto und hat eine Wärmepumpe. Er unterstützt das Pariser Klima-Abkommen. Die Forderungen der Linken seien radikal, sagt er. Die Forderung nach einem Franken mehr Benzinpreis beispielsweise führe dazu, dass man 1500 Franken pro Jahr mehr fürs Auto zahle. Leute aus Sargans oder dem Toggenburg seien aufs Auto angewiesen. Und könnten sich kein neues Fahrzeug leisten.

20:03 Uhr

Es kommt zum Thema der Stunde: Klimapolitik. Der Klimaschutz werde für jene teuer, die es sich nicht leisten können, sagt Moderator Rostetter und will die Meinung der Grünen-Politikerin dazu hören. Ryser antwortet: «Klimaschutz kostet. Keinen Klimaschutz zu machen, kostet aber noch viel mehr.»

20:01 Uhr

Staatliche Gelder für Medien? Finanzchef Benedikt Würth zieht «den Joker» und äussert sich dazu nicht. Die restlichen Kandidierenden sprechen sich für die finanzielle Unterstützung aus, wenn auch Büchel und Dobler «nicht mehr als heute» dafür ausgeben wollen.

19:59 Uhr

Ehe für alle? Rechsteiner, Dobler, Ryser und Vernazza sagen Ja. Benedikt Würth sagt Ja, aber – mit der roten Linie der Fortpflanzungsmedizin. Büchel lehnt die Ehe für alle ab.

19:57 Uhr

Jetzt dürfen die Kandidierenden nur mit Ja oder Nein antworten. Braucht die Schweiz neue Kampfflugzeuge? Ryser und Rechsteiner sagen Nein. Würth, Dobler und Büchel sagen Ja. Vernazza hat «keine Ahnung» – und sorgt damit für einen Lacher.

19:51 Uhr

Roland Rino Büchel sieht die «Anspruchsmentalität» als grosses Problem. 20 Prozent aller Leistungen seien überflüssig.

19:48 Uhr

Franziska Ryser pflichtet Paul Rechsteiner bei: «Zuerst müssen wir schauen, dass die Kosten, die Familien heute tragen müssen, nicht noch mehr steigen.»

19:46 Uhr

Marcel Dobler plädiert für mehr Eigenverantwortung. Wer mit einem «Pfnüsel» ins Spital fahre, verursache Probleme. Er spricht von einem «gefährlichen Wettrüsten» bei den Spitälern. «Es ist wichtig, dass die Spitäler überregional zusammenarbeiten.»

19:43 Uhr

Man müsse die Kosten senken, sagt Benedikt Würth. «Wäre es da eine Lösung, ein paar Spitäler zu schliessen?», will Rostetter wissen. Der Politiker weicht der Frage zunächst aus. «Eine Massnahme ist, mehr ambulant als stationär zu machen.» Es gebe zudem «Komfort-Behandlungen», die nicht unbedingt nötig seien. Schmid hakt nach und kommt nochmals auf die Spitalschliessungen zu sprechen. «Der Druck auf die stationären Kapazitäten ist grösser geworden. Man muss diese reduzieren», sagt Würth. Ende Oktober wird der Vorschlag zu St.Galler Spitalstrategie präsentiert. Es sei klar: Der Kanton St.Gallen habe ein Strukturproblem.

19:41 Uhr

Paul Rechsteiner sagt: «Wir haben viele Leute, die 20 Prozent des Einkommens für die Krankenkassenprämien ausgeben. Hier muss sich etwas ändern.» Damit spricht er die 10-Prozent-Initiative der SP an. Die Partei plant eine Initiative, welche die Belastung auf maximal 10 Prozent des verfügbaren Haushalteinkommens beschränkt und eine Harmonisierung der Prämienverbilligung unter den Kantonen vorsieht.

19:38 Uhr

Das erste Thema des Abends sind die hohen Gesundheitskosten. Pietro Vernazza ist da als Arzt nahe dran. «Wir machen zu viele unnötige Behandlungen», sagt er. Generika-Preise müssten ausserdem gesenkt werden. Das elektronische Patientendossier, das vom Parlament beschlossen wurde, sei im Übrigen ein «totaler Rohrkrepierer». «Das wurde von Leuten gemacht, die keine Ahnung haben, was unsere Anliegen sind.»

19:37 Uhr

Nicht dabei heute Abend ist Kandidat Norbert Feldmann von der BDP. Seine Kandidatur kam zu spät für eine Einladung zum Podium.

19:31 Uhr

Es geht los. Die Moderatoren Stefan Schmid und Andri Rostetter begrüssen das Publikum - und die Kandidierenden. Es folgt eine kurze Vorstellungsrunde.

19:24 Uhr

Mittlerweile sind auch die Hauptdarsteller des Abends, die Kandidierenden, im Pfalzkeller eingetroffen. Gut 200 Interessierte sitzen derweil im Publikum.

19:14 Uhr

Noch knapp eine Viertelstunde bis die Diskussion startet und der Pfalzkeller ist schon gut gefüllt.

(Bild: Linda Müntener)

(Bild: Linda Müntener)

18:55 Uhr

Sie wissen schon, wen Sie wählen? Dann sagen Sie es uns und machen Sie mit bei unserer Umfrage zu den Wahlen:

18:51 Uhr

Am Tagblatt-Podium nicht fehlen darf die traditionelle St.Galler Bratwurst.

(Bild: Linda Müntener)

(Bild: Linda Müntener)

Vor dem Stand bildet sich bereits eine Schlange:

(Bild: Linda Müntener)

(Bild: Linda Müntener)

18:23 Uhr

Die Kandidierenden auf dem Podium:

Diese Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich heute den Fragen von Stefan Schmid (Chefredaktor St.Galler Tagblatt) und Andri Rostetter (Leiter Ressort Ostschweiz):

33 Jahre sitzt Paul Rechsteiner (SP) im Parlament – länger als die jüngsten Parlamentarier alt sind. Kein Grund, sich zu verabschieden, sagen er und seine Partei. Er tritt nochmals an – und wird von diversen Seiten bedrängt.

Er ist noch kein halbes Jahr im Parlament: Benedikt Würth (CVP) zog im Frühjahr in den Ständerat ein und trat die Nachfolge von Karin Keller-Sutter an. Sein Doppelamt als Regierungsrat und Ständerat wird von der SVP kritisiert.

Nachdem die FDP ihren Sitz im Frühjahr an die CVP verloren hat, will sie nun die SP aus dem Stöckli drängen – mit Unternehmer und Nationalrat Marcel Dobler aus Rapperswil-Jona.

Die SVP hatte mit Ständeratswahlen jüngst keinen Erfolg. 2011 scheiterte sie mit Toni Brunner, 2015 mit Thomas Müller, 2019 mit Mike Egger. Jetzt soll's der Rheintaler Sportmanager und Nationalrat Roland Rino Büchel richten.

Die einzige Frau auf dem Podium ist Franziska Ryser (Grüne). Die St.Galler Stadtparlamentarierin und Maschinenbau-Ingenieurin kandidiert auch für den Nationalrat.

Der HIV-Forscher Pietro Vernazza geht für die Grünliberalen ins Rennen. Auch er kandidiert ebenfalls für den Nationalrat. Politisch ist der 63jährige Arzt ein Greenhorn.

18:20 Uhr

Die Ausgangslage

Die zwei St.Galler Sitze im Stöckli sind heiss umkämpft. Die FDP verlor ihren Ständeratssitz bei der Ersatzwahl im Frühling 2019 an die CVP, als Benedikt Würth gegen Susanne Vincenz-Stauffacher das Rennen machte. Die Ersatzwahl wurde nötig, nachdem Karin Keller-Sutter in den Bundesrat gewählt wurde. Benedikt Würth tritt wieder an, genauso wie der zweite Bisherige Paul Rechsteiner (SP). Die Bürgerlichen konzentrieren sich denn auch auf den Sitz des SP-Politikers. Und auch die Grünliberalen und die Grünen treten an.

18:15 Uhr

Guten Abend und herzlich willkommen zum Live-Ticker über das Tagblatt-Ständeratspodium. Ab 18:30 Uhr gibt es Bratwurst und Bürli, um 19:30 Uhr startet die Diskussion. Wenn Sie es nicht mehr in den Pfalzkeller schaffen, hält Sie Linda Müntener hier auf dem Laufenden.

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