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Tag der offenen Bauernhoftür: Unterwegs von Hof zu Hof

Sechs Bauernhöfe öffneten am Sonntag ihre Tore, um zu zeigen, was die Landwirtschaft alles zu bieten hat.
Ramona Riedener
Das Interesse an «vo Puur zu Puur» war gross, das Angebot der Landwirte auch. (Bilder: Ramona Riedener)

Das Interesse an «vo Puur zu Puur» war gross, das Angebot der Landwirte auch. (Bilder: Ramona Riedener)

Zu Fuss, mit dem Velo oder im Shuttlebus zirkulierten die zahlreichen Besucher «vo Puur zu Puur». Sie melken Kühe, produzieren Fleisch und Gemüse und verkaufen ihre Produkte im Hofladen oder in regionalen Märkten oder Supermärkten: Die Bauernfamilien sind mit viel Herzblut dabei, wenn es um ihren Hof, Stall oder ihr Feld geht. An diesem herrlichen Spätsommersonntag hatten sechs Familien ihren Betrieb ganz besonders schön herausgeputzt. Sie haben keine Mühe gescheut und sich mit viel Liebe und Herzblut auf den Tag vorbereitet, an dem sie der Bevölkerung zeigen wollten, wie vielseitig und unterschiedlich ein Bauernhof sein kann. Und so gingen besonders viele Besucherinnen und Besucher zu Fuss, mit Velos, Autos oder im Shuttlebus von Hof zu Hof.

Während sich die Kleinen auf dem Sandspielplatz, mit Kürbisschnitzen oder Tierestreicheln verweilten, konnten die Grösseren Einblick nehmen in die verschiedenen landwirtschaftlichen Betriebe und das Angebot der Bauernfamilien kennen lernen. Dazu gab es musikalische Unterhaltung, Marktstände, Gewinnspiele und natürlich zahlreiche kulinarische Köstlichkeiten.

Alphornklänge, Schweine und Kürbisse

Während die Schweine im Schatten ihre Siesta abhielten, die Munis sich von den Besuchern kraulen liessen, verschönerten die Alphornbläser mit ihren Klängen das Verweilen auf dem herbstlich geschmückten Emsernhof der Familie Zürn in Au. Kürbis in allen Farben, Formen und Grössen gab es bei der Familie Rohner in Balgach. Im Schätzen sind die jungen Bauersleute Corina und Heinz Rohner nicht so geübt wie in der Produktion und Vermarktung von Gemüse.

Fürs Nachzählen der geschätzten 3000 bis 6000 Kürbissen, die extra für diesen Anlass und das gleichzeitig stattfindende Erntedankfest aufgeschichtet wurden, war allerdings niemand zu haben. Auf dem Hof von Elisabeth und Ruedi Graf gackert das Federvieh inmitten einem bezaubernden Garten zwischen Blumen, Pflanzen und vielen liebevollen Details. Während ihr Mann sich mehr um die Fleischproduktion kümmert, liegt die Hege und Pflege dieses Naturparadieses in den geschickten Händen der Bäuerin. Fast mehr «Jööös» als Ehrfurcht bekam der kleine, weisse Stier Martin, beinahe so viele wie das frischgeborene Kälbchen.

Fast eine Völkerwanderung gab es vom Shuttlebus zum Gehrenhof der Familie Eugster in Lüchingen. Dort erfuhr man alles, was es über Ribelmais zu wissen gibt, und dass das Rheintaler Traditionsprodukt nicht nur den Leuten mundet, sondern auch dem Federvieh. Inmitten von Kälber, Hühner und Gänsen singt und schunkelt das gut gelaunte Publikum im Festzelt zur Stimmungsmusik der Grenzlandstürmer. Auf dem Hof von Esther und René Büchel in Oberriet lenken grosse, kleine, neue und alte Traktoren die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich und im modernen Stall ist die neuste landwirtschaftliche Technik zu begutachten.

Vom Bauernhof zum Gemüsegrossproduzent

Wie aus einem Bauernhof ein Grossbetrieb im Gemüsebau wird, erfuhren die Besucher von Hans Graf und seinem Team vom Feldhof Gemüse AG in Oberriet. Einblick in einen modernen Gemüsebaubetrieb und was es alles braucht, bis das frische Erntegut im Ladengestell dem Konsumenten zur Verfügung steht, zeigten sie an Besichtigungen, Rundgängen sowie eindrücklichen Livedemonstrationen auf dem Feld und in den Lager- und Aufbereitungshallen.

Das Ziel der Bauernfamilien war, der nichtbäuerlichen Bevölkerung die Landwirtschaft und ihre verschiedenen Facetten näher zu bringen. Die Besucher sollen mit vielen positiven Erinnerungen an die Bauersleute und ihren Bauernhof abends nach Hause gehen und möglichst um ein paar Vorurteile und Klischees ärmer sein. Das dürfte mit diesem Anlass zweifellos gelungen sein.

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