Synode will Kommunikation der Kirche durchleuchten

WIL. An der Sommersynode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen in Wil gaben vor allem Vorlagen zur Kommunikation zu reden.

Drucken
Teilen

WIL. An der Sommersynode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen in Wil gaben vor allem Vorlagen zur Kommunikation zu reden.

Unter anderem ging es um eine Anpassung des Reglements der «Kirchenbote»-Kommission. «Ziel der Änderung ist es, die Kommission fit für die Herausforderungen moderner Medienarbeit zu machen», sagte Hans-Paul Candrian, Präsident der Kommission. Die Kommission möchte sich verkleinern und dafür die einzelnen Mitglieder stärker in die Verantwortung nehmen. Die bisherige Grösse der Kommission erlaube es nur bedingt, effizient arbeiten zu können. Synodale der Kirchgemeinde St. Gallen-Straubenzell waren anderer Ansicht und beantragten Nichteintreten. Die Synode trat aber auf die Vorlage ein.

Unklare Begriffe

In der Detailberatung ging es dann um die Zahl und Herkunft der Kommissionsmitglieder. Doch weil in der Vorlage Begrifflichkeiten unklar waren, wies die Synode das Geschäft an die Kommission zurück mit dem Auftrag, im kommenden Winter eine Version vorzulegen, die widerspruchsfrei ist. So beugte sich die Synode nach dem abrupten Abschluss der Beratungen über ein Postulat aus dem Rheintal. Dieses fordert den Kirchenrat auf, eine Kommission zu bilden, die die Gesamtkommunikation der Kantonalkirche durchleuchtet und entsprechende Änderungen vorschlägt. Bereits die Apostel hätten ihre Botschaften ihrem Publikum angepasst, sagte Vicki Gabathuler, Mitinitiantin des Postulates. Dies sei heute wichtiger denn je. Sie empfahl die Überweisung. Dies leuchtete den Synodalen ein, und sie überwiesen das Postulat beinahe einstimmig.

Reserven aufgestockt

Die Rechnung schliesst bei einem Aufwand von 19,14 Millionen Franken und einem Ertrag von knapp 19,6 Millionen Franken rund 550 000 Franken besser ab als budgetiert. Auch der Finanzausgleichsfonds weist ein deutliches Plus aus. Dank dieses guten Abschlusses können die Reserven des Fonds um 2,5 Millionen Franken aufgestockt werden. Die Rechnung des «Kirchenboten» hingegen schliesst bei einem Gesamtaufwand von rund einer Million Franken mit einem Minus von 80 000 Franken.

Zu Beginn der Sitzung bestellte die Synode ihr Präsidium neu: Auf Renato Tolfo folgt Urs Meier-Zwingli. Als Vizepräsident wurde Philipp Kamm gewählt. (red.)