Synode will die Kommunikation modernisieren

WIL. Gleich bei zwei Traktanden der Synode, dem Parlament der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen, vom kommenden Montag in Wil geht es um die Kommunikation: Einerseits möchte sich die Kommission des «Kirchenboten» verkleinern – mit dem Ziel, schlagkräftiger zu werden.

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WIL. Gleich bei zwei Traktanden der Synode, dem Parlament der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen, vom kommenden Montag in Wil geht es um die Kommunikation: Einerseits möchte sich die Kommission des «Kirchenboten» verkleinern – mit dem Ziel, schlagkräftiger zu werden. Andererseits verlangt ein Postulat von Parlamentarierinnen und Parlamentariern aus Grabs, dass der Kirchenrat die Gesamtkommunikation der Kantonalkirche unter die Lupe nimmt – mit dem Ziel, zukünftigen Bedarf und mögliche Synergien zu erkennen.

Zu schwerfällig

Bisher stellten die drei Kirchenbezirke je drei Mitglieder in der Redaktions- und Verlagskommission des «Kirchenboten». Dazu gesellten sich die Mitarbeitenden der Redaktion, die zuständige Kirchenrätin sowie der Kommunikationsbeauftragte, alle ohne Stimmrecht. Damit sei das Gremium zu schwerfällig, findet die Kommission selber. Darum soll die Kommission nur noch aus sechs gewählten Mitgliedern bestehen. Diese seien überdies nicht mehr nach ihrer Herkunft, sondern nach ihren Fachkenntnissen auszuwählen. Dadurch könne die Mitgliederzeitschrift rascher und besser auf die Veränderungen der Medienwelt reagieren.

Optimierung ist auch das Ziel des Postulates zur Kommunikation von fünf Synodalen aus dem Rheintal. Wird es überwiesen, erhält der Kirchenrat den Auftrag, die kantonalkirchliche Kommunikation zu durchleuchten und bei Bedarf Antrag auf Veränderung zu stellen. Bereits vor einem Jahr verlangte die Gruppe mittels Interpellation einen Bericht zur Kommunikation. Darin zeigte der Kirchenrat auf, dass im Vergleich zu anderen Kantonalkirchen die Kommunikation der St. Galler Kirche knapp dotiert ist.

Guter Rechnungsabschluss

Noch bevor sich das Kirchenparlament zur Kommunikation äussert, befindet es auch über die Rechnung. Bei einem Aufwand von 19,14 Millionen Franken und einem Ertrag von knapp 19,6 Millionen Franken schliesst sie rund 550 000 Franken besser ab als budgetiert. (red.)