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SWISSCOM-STÖRUNG: "Ich denke, hinter dem Problem steckt ein Angriff"

Seit Montagmorgen kämpft die Swisscom zum wiederholten Mal mit einer Störung. Betroffen sind vor allem Geschäftskunden. Der Gemeindepräsident von Märstetten vermutet hinter dem Problem einen Hackerangriff.
Mario Testa
Jürg Schumacher ist der Gemeindepräsident von Märstetten. (Bild: Mario Testa)

Jürg Schumacher ist der Gemeindepräsident von Märstetten. (Bild: Mario Testa)

Am Montag sind wieder in weiten Teilen der Schweiz Telefonanlagen der Swisscom ausgestiegen. Erneut betroffen ist die Telefonie der Gemeinde Märstetten. Gemeindepräsident Jürg Schumacher glaubt nicht mehr länger nur an ein Softwareproblem beim Telekomunikationsunternehmen.

Jürg Schumacher, wie lange konnten Sie am Montag im Gemeindehaus telefonieren?
Der Ausfall hat unser System seit dem Morgen betroffen. Kurz vor Mittag lief es dann wieder – wenn auch nur für eine Stunde. Um 13 Uhr ist es erneut ausgestiegen.

Welche Auswirkungen hat das Problem auf die Arbeit der Gemeindeangestellten?
Wir haben seit einem Blitzeinschlag glücklicherweise eine Notumleitung im System auf mein Mobiltelefon eingerichtet. Alle eingehenden Anrufe kommen nun direkt zu mir – ich laufe nun wie ein Wanderprediger durchs Gemeindehaus und trage das Mobiltelefon jeweils zum gewünschten Gesprächspartner. Wenn die Mitarbeiter raustelefonieren müssen, dann geht das auch nur über Mobiltelefone.

Die Swisscom macht ein Softwareprobleme für die Ausfälle verantwortlich. Wie schätzen Sie das ein – Sie betreiben ja auch eine Spezialfirma für Nachrichtentechnik und Satellitentelefon?
Ich glaube nicht mehr, dass es sich nur um ein Softwareproblem handelt. Dann wäre die Störung ja nicht schon wieder aufgetreten, nachdem die Software von der Swisscom angeblich repariert wurde vergangene Woche. Ich vermute, es steckt ein Angriff – z. B. eine «Denial of Service»-Attacke (DoS) – dahinter.

Weshalb sollte das die Swisscom verschweigen?
Weil es einen Image-Schaden für die Swisscom bedeuten würde. Überall bietet sie Privatanwendern Kurse zur Netzsicherheit an und dann werden sie selber Opfer einer Attacke. Das würde auch erklären, weshalb sich die Verantwortlichen vergangene Woche auch so geziert haben mit einer Antwort auf die Probleme.

Haben Sie vor, bei der Swisscom zu intervenieren?
Im Internet debattieren viele Betroffene bereits darüber, ob sie gegen die Swisscom klagen können. Für Privatunternehmen ist der Schaden natürlich auch grösser als für eine Gemeindeverwaltung.

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