SVP und FDP nähern sich an

FRAUENFELD. Säuerlich gratulierte die SVP am Sonntagabend der frisch gewählten CVP-Ständerätin Brigitte Häberli. Zweifel, ob die CVP noch zum bürgerlichen Lager zu zählen sei, sind in der SVP deutlich zu spüren.

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FRAUENFELD. Säuerlich gratulierte die SVP am Sonntagabend der frisch gewählten CVP-Ständerätin Brigitte Häberli. Zweifel, ob die CVP noch zum bürgerlichen Lager zu zählen sei, sind in der SVP deutlich zu spüren. Der erfolglose FDP-Ständeratskandidat Max Vögeli nahm diese Stimmung auf und betonte im Wahlkampf auffallend, dass er ein verlässlich bürgerlicher Politiker sei – was die SVP ihm mit einer Wahlempfehlung honorierte.

«Viel für Vögeli getan»

Dass die SVP-Basis zu Hause geblieben ist, nachdem der eigene Kandidat Roland Eberle schon im ersten Wahlgang gewählt worden war, dürfte für Vögelis Niederlage entscheidend gewesen sein. Auf Wahlabstinenz unter SVP-Sympathisanten deuten die tiefe Wahlbeteiligung und der Umstand hin, dass Vögeli weniger Stimmen machte als im ersten Wahlgang. «Wir waren uns bewusst, dass es schwierig würde, die Wähler zu mobilisieren», räumt SVP-Präsident Walter Marty ein. Die SVP habe aber in kurzer Zeit viel getan, um Vögeli zu unterstützen. Der Schulterschluss von SVP und FDP sei nicht eindeutig gewesen, sagt CVP-Präsidentin Cäcilia Bosshard. Häberli habe auch in SVP-nahen Kreisen punkten können.

Listenverbindungen im Frühling

FDP-Präsident Bruno Lüscher sucht den Grund für Vögelis Nicht-Wahl nicht in der fehlenden Mobilisierung der SVP-Basis: «Der Wille war da.» Er spricht sich für eine engere Zusammenarbeit mit der SVP aus. Für die Grossratswahlen im Frühling favorisiert er Listenverbindungen zwischen beiden Parteien. Bei der SVP rennt Lüscher offene Türen ein. «Wir hoffen, das die FDP sieht, dass das bürgerliche Lager zusammenhalten muss», sagt Marty. (wid)