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SVP-Politiker wollen Kraftwerke am Rhein

Gute Verkehrswege – wie hier in St. Gallen –, genügend Bauland, neue Wohneigentumsformen in urbanem Gebiet und tiefere Steuerlast sind aktuelle Ziele des HEV. (Bild: Ralph Ribi)

Gute Verkehrswege – wie hier in St. Gallen –, genügend Bauland, neue Wohneigentumsformen in urbanem Gebiet und tiefere Steuerlast sind aktuelle Ziele des HEV. (Bild: Ralph Ribi)

Energiepolitik Der Kanton St. Gallen soll mehr Strom aus Wasserkraft gewinnen: Das fordern die SVP-Kantonsräte Mirco Rossi und Walter Freund in einer Interpellation. Dies dränge sich nach dem Ja des Stimmvolks zur Energiestrategie auf. Wenn in Zukunft die Atomkraftwerke als Stromquelle wegfallen würden, entstehe eine Stromlücke, die geschlossen werden müsse – am besten mit Wasserkraft. Rossi und Freund schlagen vor, dass der Kanton St. Gallen den Rhein für die Energieproduktion nutzen soll. Dieser könne theoretisch ein Drittel der Bevölkerung im Kanton – gegen 170000 Einwohner – mit Strom versorgen.

«Ist die Regierung bereit, Rhesi zu sistieren?»

Die Interpellanten verweisen auf Projektskizzen, wonach das Stromgewinnungspotenzial des Rheins zwischen Reichenau in Graubünden und dem Bodensee bis zu 1560 Gigawattstunden beträgt. Doch die Regierung verbaue sich dieses Potenzial, indem sie den Rhein «grosszügig renaturiere», bemängeln Freund und Rossi. Sie wollen unter anderem wissen, welchen Stellenwert die Regierung der Stromproduktion im Vergleich mit Natur- und Heimatschutz einräume – nach dem Ja des Volkes zur Energiestrategie. «Ist die Regierung bereit, das Potenzial des Rheins zur Erzeugung elektrischer Energie zu nutzen und entsprechende Projekte zu unterstützen und zu forcieren?» Dies bedeute jedoch, dass Vorhaben wie das Hochwasserschutzprojekt Rhesi zu sistieren seien. Ausserdem fragen die Interpellanten, an welchen anderen Gewässern im Kanton die Regierung noch Potenzial zur Förderung der Wasserkraft sehe. Die Antwort der Regierung steht noch aus. (av)

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