SVP-Politiker unterstützten Sarah Bösch

WIL.Die Wiler SVP-Stadtparlamentarierin Sarah Bösch kommt nicht aus den Schlagzeilen: Gestern berichtete der «Sonntags-Blick», dass die 33-Jährige Geld sammelte für den Aufbau ihrer Tagesstätte für behinderte Kinder im zürcherischen Wädenswil und dabei von nationalen SVP-Politikern wie Andreas Glarner unterstützt wurde.

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Wil. Die Wiler SVP-Stadtparlamentarierin Sarah Bösch kommt nicht aus den Schlagzeilen: Gestern berichtete der «Sonntags-Blick», dass die 33-Jährige Geld sammelte für den Aufbau ihrer Tagesstätte für behinderte Kinder im zürcherischen Wädenswil und dabei von nationalen SVP-Politikern wie Andreas Glarner unterstützt wurde.

«Tagesstätte floppte»

Der Aargauer SVP-Fraktionspräsident bestätigte gegenüber dieser Zeitung seine Aussagen: Er habe für Böschs Kinderkrippe 5000 Franken bezahlt. Als er gemerkt habe, dass es mit der Kindertagesstätte nicht vorwärts gehe, habe er den Verein verlassen und mitgeteilt, man könne das Geld als Spende verbuchen. Der Buchhalter habe ihm dann gesagt, «er wisse nichts von diesem Betrag», so Glarner. «Es sei nichts von mir verbucht.» Der Aargauer SVP-Fraktionspräsident sagte ausserdem, dass weitere SVP-Männer von der jungen Politikerin als Investoren angefragt worden seien.

Wie die Zeitung weiter schreibt, «floppte die Kindertagesstätte». Bereits auf Ende Juli 2013 habe Bösch den Mietvertrag gekündigt. Dabei sei es zum Streit mit dem Hauseigentümer wegen ausstehender Mieten gekommen.

Wiler SVP diskutiert über Bösch

Bösch steht seit Tagen im Fokus, nachdem sie auf Facebook die St. Galler Polizei wegen einer Kontrolle scharf kritisiert hatte. Wie sich später herausstellte, war sie mit über 0,8 Promille am Steuer gesessen. Bösch musste den Fahrausweis abgeben. Vor wenigen Tagen war zudem bekannt geworden, dass die Zürcher SVP die Wiler Ortspartei vor einer Aufnahme Böschs gewarnt hat. Bösch habe 2013 die Mitgliedschaft bei der SVP des Kantons Zürich beantragt. Eine Aufnahme sei wegen «gewisser Unregelmässigkeiten» nicht in Frage gekommen, hiess es bei der Leitung der Zürcher SVP (Ausgabe vom 18. April). Wie es mit der 33jährigen Stadtparlamentarierin in Wil weitergeht, diskutiert die Fraktion an ihrer heutigen Sitzung: Die Causa Bösch ist traktandiert. (lom)