Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

SVP-Nationalrat Reimann und der ausgeschaffte Rapper

Ausnahmefall «Nicht jeden Müll den Medien glauben! Ich bin weiterhin der Meinung: Kriminalität gehört ausgeschafft, nicht integriert.» Das schreibt der St. Galler SVP-Nationalrat Lukas Reimann auf Facebook zu einem eigenen Video. Darin ärgert sich Reimann über die Medien.

Ausnahmefall «Nicht jeden Müll den Medien glauben! Ich bin weiterhin der Meinung: Kriminalität gehört ausgeschafft, nicht integriert.» Das schreibt der St. Galler SVP-Nationalrat Lukas Reimann auf Facebook zu einem eigenen Video. Darin ärgert sich Reimann über die Medien. Diese haben die Nachricht aufgegriffen, dass Reimann dem Rapper Besko die Rückkehr in die Schweiz ermöglichen möchte. Besko ist wegen Nötigung, Diebstahls und bewaffneten Raubüberfalls in seine Heimat Kosovo ausgeschafft worden.

Wie «20 Minuten» mit Verweis auf die gestrige SRF-Sendung «Rundschau» berichtet, ist Lukas Reimann überzeugt: Besko hätte junge Migranten positiv beeinflussen können. Er spricht von einer «verpassten Chance» und sagt: «Man muss abwägen: Er nützt uns hier mehr als im Kosovo.» Er sei zwar nach wie vor für eine strenge Haltung bei der Ausschaffung von kriminellen Ausländern, hält Reimann fest. «Aber was, wenn nicht das, ist ein Härtefall?» Besko, Vater eines kleinen Sohnes, zeigte im Gefängnis Reue über seine Taten, thematisierte seine kriminelle Vergangenheit in Raptexten und sprach auch mit Jugendlichen über seinen Weg. Angeblich wohnt er derzeit in einem Hotel im Norden Kosovos und ist auf Job- und Wohnungssuche. Reimann hat zugunsten Beskos sogar beim Chef des Staatssekretariats für Migration interveniert.

Im Video erklärt Reimann, es sei seine Aufgabe als Politiker, nicht den Einzelfall anzuschauen, sondern das Gesamte. «Es gibt Fälle, in denen es absolut stossend ist, dass Leute nicht ausgeschafft werden. In anderen Fällen kann man darüber diskutieren.» Er fragt auch, ob es tolerierbar sei, dass in gewissen Kantonen gar niemand ausgeschafft werde, während in anderen so durchgegriffen werde, wie man sollte. «Die Medien müssen mich jetzt nicht hinstellen, als wäre ich plötzlich ein Sozi», meint Reimann und verweist auf seine Aussagen in der «Rundschau». (red.)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.