Sunrise darf neue Antenne in Berneck bauen

BERNECK. Die Sunrise Communications AG darf auf dem Postgebäude in Berneck eine Mobilfunkantenne erstellen. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde eines Anwohners abgewiesen.

Drucken
Teilen

BERNECK. Die Sunrise Communications AG darf auf dem Postgebäude in Berneck eine Mobilfunkantenne erstellen. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde eines Anwohners abgewiesen.

Die Sunrise reichte 2009 ein Baugesuch für die Mobilfunkanlage in Berneck ein. Die drei Meter hohe Anlage soll auf dem ausgebauten Satteldach des Postgebäudes im Ortsbildschutzgebiet erstellt werden. Mehrere Anwohner erhoben Rekurse gegen das Projekt.

«Studie nicht berücksichtigt»

Das Amt für Umwelt und Energie kam zum Ergebnis, die Immissions- und Anlagegrenzwerte seien eingehalten, wenn zum Schutze des Ortes mit empfindlicher Nutzung eine Dachabschirmung realisiert werde. Auch das kantonale Amt für Kultur – Abteilung Denkmalpflege – hatte nichts gegen das Projekt einzuwenden. Im April 2012 bewilligte der Gemeinderat von Berneck das Baugesuch, nachdem Sunrise noch einige Änderungen am Projekt vorgenommen hatte. Ein Rekurs eines Nachbarn beim Baudepartement blieb ebenso ohne Erfolg wie eine Beschwerde beim kantonalen Verwaltungsgericht. Der Anwohner zog den Streit daraufhin vors Bundesgericht.

In Lausanne warf der Anwohner dem Verwaltungsgericht vor, den Sachverhalt willkürlich beurteilt und insbesondere eine von Antennengegnern verfasste Studie nicht berücksichtigt zu haben. In seinem Urteil weist das Bundesgericht darauf hin, dass die in diesem Kurzbericht erhobenen Einwände bereits in einem früheren Verfahren als unbegründet erachtet wurden.

Kein neuer Einwand

Ohne Erfolg blieb auch der Verweis des Beschwerdeführers auf eine Studie aus Belo Horizonte in Brasilien. Dort sollen in einem Strahlungsbereich, der schweizerischen Grenzwerten entspricht, eine erhöhte Krebsrate und damit eine reale Gefährdung der Bevölkerung festgestellt worden sein. Auch diese Studie war bereits Gegenstand eines früheren Urteils des Bundesgerichts. Laut dem Bundesgericht weist die Studie jedoch methodische Mängel auf.

Der Anwohner muss die Gerichtskosten von 3000 Franken bezahlen und der Sunrise für das Verfahren vor Bundesgericht eine Parteientschädigung von 2000 Franken überweisen. (tzi)

Urteil 1C_286/2014