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SUMMERDAYS: «In Arbon ist vieles einfacher»

Für Festivaldirektor Christof Huber steht nach dem Open Air St.Gallen ein weiterer Grossanlass bevor: Heute beginnen die «Summerdays» in Arbon. Huber erklärt, was die zwei Festivals unterscheidet – und verrät, welches seine Traumbands für Arbon wären.
Michael Hasler
«Grandioser Ort»: Das Gelände in Arbon ist nicht nur schön gelegen, sondern auch vergleichsweise pflegeleicht, wie Christof Huber sagt. (Bild: Reto Martin)

«Grandioser Ort»: Das Gelände in Arbon ist nicht nur schön gelegen, sondern auch vergleichsweise pflegeleicht, wie Christof Huber sagt. (Bild: Reto Martin)

Interview: Michael Hasler

ostschweiz@tagblatt.ch

Christof Huber, was beschäftig Sie einige Stunden vor dem Start des Summerdays Festivals gerade am meisten?

Wir sind mit den letzten baulichen Arbeiten auf dem Gelände beschäftigt. Und dann bleiben Feinheiten wie etwa gewisse Dekorationen, die mir natürlich bei der Begehung sofort auffallen. Und dann sind da noch letzte Anfragen der auftretenden Künstler. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, es läuft alles planmässig.

Was genau verstehen Sie unter letzten Anfragen? Sind das besondere Wünsche der Künstler?

Oft sind es technische Fragen, wie wir beispielsweise verschiedene Acts aneinander vorbeischleusen. Das ist – je nach Künstler – mitunter sehr aufwendig. In diesem Jahr ist dies aber eher problemlos und sehr entspannt. Wenn ich von kleinen Anfragen spreche, dann sind das aktuell eher «Meet & Greets» mit Künstlern oder auch Presseanfragen, die geklärt werden müssen. Aber insgesamt sind es wirklich nur Bagatellen, die anstehen. In diesem Jahr ist es diesbezüglich extrem ruhig.

Mittlerweile sind Sie mit Ihrem Team bei der neunten Ausgabe des Festivals angekommen. Was hat sich gegenüber den ersten Austragungen signifikant verändert?

Das allererste Festival kann man natürlich nicht mit dem aktuellen Summerdays Festival vergleichen, da wir ja damals das Festival in Jonschwil übernommen haben. Das war eine ziemlich Hauruck-Übung, die wir in einem halben Jahr realisierten. Das war wirklich ein Sprung ins kalte Wasser. Danach war es ein grosser Vorteil, ein neues Festival auf einem neuen, sensationellen Gelände konzipieren zu können. Es gab keine Vorgeschichte und keine traditionellen Verpflichtungen, was den Aufbau meiner Meinung nach sehr vereinfacht hat. In den letzten Jahren haben wir vor allem Dinge optimiert, die den Besucherinnen und Besuchern womöglich gar nicht auffallen. Also bessere Zugänge zum Festival, das Gastrokonzept, Liegestühle und weitere Dinge, die den Festivalaufenhalt noch angenehmer machen. Insgesamt haben wir die Qualität enorm angehoben, sind auf einem guten Level angekommen, aber können uns sicher noch verbessern.

Christof Huber, Festivalchef (Bild: Mareycke Frehner)

Christof Huber, Festivalchef (Bild: Mareycke Frehner)

Als Festivaldirektor des Open Airs St.Gallen und des Summerdays Festivals können Sie wohl als Einziger wirklich abschätzen, wie viel Aufwand die beiden Festivals bedeuten. Ist das Summerdays Festival in Arbon vergleichsweise pflegeleicht?

Klar, das Open Air St.Gallen ist eine ganz andere Herausforderung. Das hat nicht einmal nur mit den Besuchermassen zu tun, sondern stark mit dem Gelände. In Arbon ist die Anlage flach und kann perfekt befahren werden, was vieles vereinfacht. In St.Gallen ist das alles sehr kompliziert. Dann ist die Anlage in Arbon geografisch etwas von der Stadt abgeschirmt, und weil es sich nur um einen Zwei-Tages-Event handelt, können wir das Gelände in der Nacht sogar abschliessen und reinigen. Ich schätze, dass der Aufwand beim Open Air St.Gallen wohl bis zu viermal grösser ist. Man kann es allenfalls im Bereich aller Helfer etwas abschätzen. Beim Open Air in St.Gallen sind es rund 3800 Helfer, in Arbon etwas über 1000.

Sie sind einer der Hauptarchitekten dieses Festivals. Für wen haben Sie dieses Festival vor neun Jahren erdacht?

Ich denke genau für jenes Publikum, das wir nun haben. Ich glaube, dass wir wirklich von einem Erfolgskonzept sprechen dürfen. Der Freitagabend richtet sich mit seinen Classic-Rock-Bands an ein Publikum, das noch einmal jene Zeiten aufleben lassen will, und der Samstag ist als Tag gedacht, der ein sehr breites Publikum anziehen soll. Sogar Familien gehören durchaus zur Zielgruppe. Wir programmieren bewusst bekannte Mainstream-Bands. Das Festival ist sehr gepflegt, hat ein sehr anständiges Publikum und in der Kombination mit der fantastischen Lage ist das Konzept sehr erfolgreich.

Sie beschwören immer wieder die Lage des Geländes.

Ja, als ich damals zum ersten Mal die Anlage mit der Idee eines Festivals im Hinterkopf besuchte, merkte ich sofort, wie grandios dieser Ort für uns sein würde. Wir haben in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit, parallel zu den Summerdays in Arbon auch das Seaside Festival Spiez zu organisieren. Auch dort ist die Anlage wunderbar gelegen, wie hier ein «top spot», wie ich gerne sage. Und auch dort zeigt sich, dass die Kombination eines ansprechenden Programms mit einer wunderbaren Anlage bereits im ersten Jahr erfolgreich sein wird. Wir sind auch dort bereits praktisch ausverkauft.

Es ist müssig, über Festivalprogramme zu diskutieren. Dazu gibt es 50 Meinungen und alle sind gleich richtig oder gleich falsch. Darum ganz simpel: Auf welche Bands freuen Sie sich in diesem Jahr besonders?

Ich freue mich am Freitag sehr auf The Hooters, die beim allerersten Festival dabei waren. Und dann freue ich mich auf den gesamten Samstag, der ein sehr starkes Programm hat. Ich erwarte, dass wir bereits ab 14 Uhr enorm viele Gäste auf der Anlage haben werden.

Ist das Festival ausverkauft?

Beinahe, der Vorverkauf lief extrem gut, insbesondere in den letzten Tagen. Das Wetter hat hier natürlich mitgeholfen. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir an beiden Tagen ausverkauft sein werden.

Nächstes Jahr ist Jubiläumsjahr. Was wäre ein Traumact?

Ein Traum, der schwer zu realisieren sein dürfte, wäre natürlich Bryan Adams oder Lenny Kravitz. Aber wie gesagt, das ist wirklich einfach ein Traum.

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