Suchaktion
Grosseinsatz auf dem Bodensee: Suche nach vermisster Person blieb ergebnislos und wurde eingestellt

Am Samstag geriet eine Person von einer Bodenseefähre ins Wasser. Ein Grossaufgebot suchte nach der vermissten Person. Nachdem die Seefläche mehrfach abgesucht worden war, wurde die Suche eingestellt. Im Vordergrund steht laut Polizei wohl ein Suizid.

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Vergangenen Samstag geriet eine Person bei einer Fähre über Board.

Vergangenen Samstag geriet eine Person bei einer Fähre über Board.

Bild: Michel Canonica (2. Februar 2020)

(red/mas) Wie «20Minuten» berichtet, kam es am Samstag, kurz nach dem Mittag, auf dem Bodensee zu einem Sucheinsatz. Es wurde nach einer Person gesucht, die von der Fähre ins Wasser geriet. Die Seefläche im Bereich der Fährlinie Konstanz-Meersburg wurde abgesucht. Bei der vermissten Person handelt es sich laut dem Polizeipräsidium Konstanz um einen Passagier.

Wie die Newsplattform weiter berichtet, sei auch ein Rega-Helikopter im Einsatz gewesen. Corina Zellweger, Mediensprecherin der Rega, sagt zu «20 Minuten»: «Ein Rega-Helikopter der Basis in St.Gallen beteiligte sich an der Suche.» Auch die Drohneneinheit des Landkreis-Konstanz im Fähre-Hafen unterstützte bei der Suche.

Die Suche wurde eingestellt

Die Suche wurde gemäss dem Polizeipräsidium Konstanz bereits eingestellt. «Die Suche wird nicht mehr fortgesetzt», sagt Sprecher Thomas Pecher. Über den genauen Unfallhergang möchte man keine weiteren Angaben machen. Im Vordergrund steht laut Polizei ein Suizid.

Vermisste im Bodensee

Dass Personen im Bodensee verschwinden, kommt immer wieder vor. Seit 1947 wird eine Liste mit den vermissten Personen geführt. Im Sommer 2019 hätten sich 99 Personen auf der Liste befunden, sagte Marcel Kuhn, Leiter der Seepolizei Thurgau.

«Ab 60 Meter Tiefe ist der See nur noch vier Grad warm. Das ist wie ein Kühlschrank. Bei dieser Temperatur entstehen kaum noch Gase, die den Körper nach oben treiben könnten», sagt Kuhn. Der Wasserdruck tue das Übrige und verhindere zusätzlich den Auftrieb.

«Bis 20 Meter Seetiefe stehen die Chancen gut, dass ein Körper an die Oberfläche treibt.»

Würden die Körper tiefer liegen, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Auftriebs. Je nach Wasserstand kann der Bodensee bis zu 250 Meter tief sein.

Suizidgedanken: Hier erhalten Sie Hilfe

Diese Stellen sind rund um die Uhr da für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld:
Beratungstelefon der Dargebotenen Hand: 143
Beratungstelefon von Pro Juventute
(für Kinder und Jugendliche): 147
Weitere Adressen und Informationen gibt es unter: www.reden-kann-retten.ch