Sturmböe fegt mit 77 km/h über Steckborn: Tief Eberhard bringt am Wochenende Regen und starken Wind

Auf Bennet und Cornelius folgt Eberhard: Der Sturm fegt bis am Montag über die Schweiz und bringt feuchte Luftmassen und stürmischen Wind. In Steckborn konnte mit 77 km/h bereits eine erste Sturmböe im Flachland verzeichnet werden. Schweizweit am stärksten waren die Windböen seit Mitternacht auf dem Säntis.

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Höchstwert im Flachland: In Steckborn wurde mit 77 km/h eine erste Sturmböe gemessen. (Archivbild: Donato Caspari)

Höchstwert im Flachland: In Steckborn wurde mit 77 km/h eine erste Sturmböe gemessen. (Archivbild: Donato Caspari)

(red./stm) Nachdem schon die vergangenen Tage durch die Sturmtiefs Bennet und Cornelius sehr windig und teilweise stürmisch waren, bringt Sturmtief Eberhard erneut stürmischen Wind. Bereits heute Samstag sorgt ein Tief über der Nordsee mit einer Störung bei uns für kräftigen Wind. So konnte in Steckborn mit 77 km/h bereits eine Sturmböe im Flachland verzeichnet werden. Auf dem Säntis wurde eine Spitzenböe von 117 km/h registriert, teilt MeteoNews mit.

Auch am Samstagnachmittag weht weiterhin ein mässiger bis starker Südwestwind mit Böen von etwa 50 bis 60 km/h im Flachland und 80 bis über 100 km/h auf den Berggipfeln. Dabei ist es über weite Strecken trocken, ein paar Regengüsse im Verlauf des Nachmittags sind aber durchaus möglich. Schnee fällt ab 1500 bis 1800 Metern, die Temperaturen erreichen Höchstwerte von 10 bis 14 Grad.

Wolkenreicher und regnerischer Sonntag

In der kommenden Nacht ist es weiterhin windig. Nach einer mehrheitlich trockenen ersten Nachthälfte kommen zum Morgen hin zunehmend Niederschläge auf. Der Sonntag bringt viele Wolken und einige Regengüsse, auch am Nachmittag ist noch mit Schauern zu rechnen. Die Schneefallgrenze liegt im Bereich um 1700 bis 2000 Meter. Am Nachmittag und besonders gegen Abend lässt die Schauertätigkeit aber allmählich nach, von Norden her sind auch Auflockerungen und ein paar Sonnenstrahlen möglich. Mit Höchsttemperaturen von 12 bis 15 Grad ist es noch etwas milder als heute Samstag.

Mit einem zeitweise stürmischen Südwestwind mit Böen um 70 bis 90 km/h im Flachland und 100 km/h und mehr in erhöhten und exponierten Lagen dürfte Sturmtief Eberhard morgen Sonntag ähnliche Windspitzen bringen wie Bennet oder Cornelius. Auf den Bergen werden Orkanböen von zum Teil deutlich über 120 km/h erwartet, so sind beispielsweise auf dem Säntis Böen bis etwa 150 km/h denkbar. In der Nacht auf Montag fliesst dann kältere Luft ein, die Schneefallgrenze sinkt bis in tiefe Lagen.

Ausserdem erreicht Höhenkaltluft die Schweiz, in der Folge wird die Atmosphäre labilisiert. Der Wochenstart am Montag verläuft somit wechselhaft mit Aprilwettercharakter. Wolken, sonnige Auflockerungen und Schnee- oder Graupelschauer wechseln sich ab, zudem ist es mit maximal 5 Grad und einem mässigen bis starken Westwind ziemlich kühl.

Milde Temperaturen dank kräftiger Winde

Wie MeteoNews weiter mitteilt, wurde das Wetter im Monat März bisher mehrheitlich von Tiefdruckgebieten, die vom Atlantik her nördlich an der Schweiz vorbeizogen, bestimmt. Dementsprechend war es häufig windig, zeitweise sogar stürmisch. Der kräftige Wind ist denn auch für die häufig milden Temperaturwerte verantwortlich. Das Monatsmittel liegt nach knapp einem Drittel des Monats beispielsweise in Bern 1.6 Grad über dem Mittel der Jahre 1981 bis 2010, in Zürich-Kloten sind es 2.2 Grad, in Basel-Binningen 2.7 Grad und in St.Gallen 2.8 Grad.