Sturm hält Helfer auf Trab

Der Föhnsturm, der von Samstag bis Sonntag anhaltend durch das St. Galler Rheintal tobte, bescherte den Rettungs- und Hilfskräften viele Einsätze.

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ST. GALLEN. Insbesondere im Sarganserland, Werdenberg und dem oberen Rheintal waren Feuerwehren, Unterhaltsdienste und die Polizei im Dauereinsatz. Umgestürzte Bäume und losgerissene Äste versperrten Strassen und begruben Fahrzeuge unter sich.

Teilweise mussten Strassen gesperrt werden, da die Gefahr gross war, dass weitere Bäume dem Föhn nicht standhalten würden. Insgesamt gingen bei der Kantonalen Notrufzentrale rund dreissig Hilferufe oder Schadenmeldungen ein.

Fassadenteil abgelöst

Nach jetzigen Erkenntnissen sind keine Personen zu Schaden gekommen, wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilt. Die Höhe der Sachschäden kann noch nicht abgeschätzt werden. Das Sturmtief «Xynthia» hinterliess auch in der Stadt St. Gallen seine Spuren. Ein Fassadenteil am Gebäude der Migros Bach löste sich und stürzte rund acht Meter in die Tiefe. Dort beschädigte es laut Angaben der Stadtpolizei von gestern zwei parkierte Autos.

Frühlingshafte Temperaturen

Der Föhn liess auch die Temperaturen ansteigen. Am Nachmittag wärmte er die Luft in Buchs auf 16,5 Grad auf. Knapp 16 Grad warm wurde es in Glarus. Schon in der Nacht betrug die Temperatur am östlichen Teil des Bodensees 15 Grad. Im St. Galler Rheintal, im Glarnerland und im Werdenberg waren es 14 Grad.

Zwischen der Ajoie im Jura und dem Bodensee erreichten die Böen am Samstag Spitzen von rund 100 km/h, wie SF Meteo, der Wetterdienst des Schweizer Fernsehens SF, mitteilte. In den Voralpen wehte der Wind mit bis zu 140 km/h. (red.)

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