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Stummer Tod im Dorfbach zwischen Wuppenau und Zuzwil

Am Dienstagabend hat ein Passant verendete Fische im Dorfbach entdeckt. Die Abklärungen zur Ursache, die zum Fischsterben führte, sind noch im Gange.
Janine Bollhalder
Einer der verstorbenen Fische aus dem Dorfbach. (Bild: Kapo TG)

Einer der verstorbenen Fische aus dem Dorfbach. (Bild: Kapo TG)

Es ist ein grausiger Fund, welcher ein Passant am Dienstagabend machte: zahlreiche verendete Fische und eine Schaumbildung im Dorfbach Zuzwil. Die Kantonspolizeien St. Gallen und Thurgau haben daraufhin festgestellt, dass es sich um eine bislang unbekannte Flüssigkeit handelt, welche im Raum Wuppenau ins Wasser geflossen sein muss und das Fischsterben verursachte.

«Fast 100 Prozent aller Fische sind tot», sagt der St. Galler Fischereiaufseher Christoph Mehr. Er hat am Mittwochmorgen die verendeten Fische eingesammelt, welche dem Bachverlauf von Wuppenau nach Zuzwil hinunter gespült wurden. «Dieser Zwischenfall hat sowohl monetären als auch emotionalen Schaden angerichtet», sagt er.

Sofortige Massnahmen

Um den Schaden zu beheben, war die Feuerwehr am Nollen vor Ort. «Während drei Stunden haben wir das Wasser verdünnt sowie die Leitungen und Schächte gespült», sagt Feuerwehrmann Christian Müller. Für das Grundwasser gibt das Amt für Umwelt Thurgau Entwarnung: «In Wuppenau besteht keine Gefahr.» Über das Grundwasser in Zuzwil ist momentan noch keine Information vorliegend.

Die Abklärungen darüber, was die Gewässerverschmutzung verursacht hat, laufen. Vermutungen gibt es aber bereits: «Es hat nach Gülle gestunken», sagt der Thurgauer Fischereiaufseher Markus Zellweger, der um acht Uhr abends am Schadenort war. Am Donnerstag wird er abklären, ob die Stein- und Edelkrebse noch leben.

«Das Ammoniak in der Gülle hat dem Wasser Sauerstoff entzogen, weshalb die Fische sofort tot waren. Ich hoffe, dass die Krebse genug Zeit hatten, um zu flüchten», sagt er. Auch der St. Galler Fischereiaufseher Mehr fürchtet um die Kleinstlebewesen. «Diese sind das Grundnahrungsmittel für die Fische», sagt er.

«Die Fische können leider nicht um Hilfe rufen. Sie sterben stumm.»

Der Verlust der Bachforellen trifft ihn schwer. «Der Fischereiverein hat sehr viele Stunden Arbeit in die Aufzucht investiert. Es handelte sich um thurstämmige Bachforellen. Also Fische, die perfekt in dieses Gewässer passen», sagt der Fischereiaufseher. «Jetzt müssen wir ein ganzes Jahr warten, bis es wieder Forellen im Bach haben wird.» Dieser wird vorerst leer sein.

Mehrere tausend Franken Schaden

Am Freitag wird eine Kanalkamera die Röhren und Schächte untersuchen. «Vielleicht gibt es ein Leck», sagt Zellweger, «oder wir finden ein neues Rohr und müssen die Unterlagen aktualisieren.» Die Abwasserpläne von älteren Liegenschaften seien schlecht. Die Schuldfrage ist momentan noch offen. Der Schaden werde aber mehrere tausend Franken betragen, sagt Christoph Mehr.

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