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Frevel in Bussnang: Unbekannte Person fällt 14 Schwarzerlen

An der Strasse nach Amlikon hat eine unbekannte Person in den vergangenen drei Wochen alle 14 Schwarzerlen gefällt und liegengelassen. Warum weiss niemand. Die Gemeinde hat Anzeige erstattet
Sabrina Bächi
Entlang des Furtbachs zwischen Bussnang und Amlikon wurden erneut fünf Bäume mutwillig gefällt. (Bild: Reto Martin)

Entlang des Furtbachs zwischen Bussnang und Amlikon wurden erneut fünf Bäume mutwillig gefällt. (Bild: Reto Martin)

In den vergangenen drei Wochen trieb sich ein Übeltäter der besonderen Art in Bussnang herum. Was er tat, hinterlässt bei den Beteiligten eine gewisse Fassungs- und Ratlosigkeit. Vor zehn Jahren pflanzte die Gemeinde Bussnang 14 Schwarzerlen am Ufer des Furtbachs an der Strasse zwischen Bussnang und Amlikon.

Die sogenannten Tiefwurzler sollten den Fischen Schatten spenden und die Uferböschung bei den Bachschwellen befestigen. Das Leben dieser Bäume: eigentlich sehr beschaulich. Auf der einen Seite eine Strasse mit viel Berufsverkehr und Wald, auf der anderen Seite Weide und Kühe.

Doch dann schritt ein Frevler unerkannt zur Tat: Über das Wochenende vom 10. bis 13. Mai schlägt ein mutwilliger Baumfäller zum ersten Mal zu. Er sägt fünf der Schwarzerlen ab und lässt sie achtlos liegen. Die Späne zeigen: Es war bestimmt kein Biber. Die Schnittfläche ist flach, wie von einer Maschine.

Wie stumme Zeugen einer Untat werden die Baumstümpfe nun vom hohen Gras überwuchert. Dann, am Wochenende zwischen dem 17. und 20. Mai, fällt der Übeltäter erneut Bäume. Vier Stück.

Der dritte Streich: die letzten fünf Erlen gefällt

In der Nacht auf Dienstag hat die unbekannte Person nun ihr Werk vollendet und die letzten fünf Schwarzerlen gefällt. «So etwas ist kein Bubenstreich mehr. Sie wurden abgesägt und einfach liegen gelassen», sagt Ruedi Zbinden, Gemeindepräsident von Bussnang. Er ist hässig. «Die Bäume stören dort doch niemanden.»

Die Gemeinde hat bereits nach dem ersten Vorfall Strafanzeige eingereicht. Der Strafbestand: Sachbeschädigung. «Es läuft nun eine Ermittlung gegen Unbekannt», sagt Mario Christen, Mediensprecher bei der Kantonspolizei Thurgau. So viele mutwillig gefällte Bäume gehörten nicht gerade zum Polizeialltag, meint Christen. «Es interessiert uns daher auch, wer so etwas tut, und warum.»

Die gefällten Bäume liegen im Bachbett. (Bild: Sabrina Bächi)

Die gefällten Bäume liegen im Bachbett. (Bild: Sabrina Bächi)

Die Frage nach dem Warum stellt sich auch Armin Meyenberger, Werkhofleiter der Gemeinde Bussnang. Am Montagabend seien die Bäume noch dagewesen, weiss er. Nachmittags hat er sie gar noch fotografiert. Am Dienstagmorgen seien dann die letzten vier der 14 Erlen auch gefällt gewesen. Der Sachschaden sei nicht gross.

«Es ist schade um die Arbeit.»

Einen Verdacht, wer es sein könnte, hat er nicht. Er hofft aber immer noch, dass irgendjemand etwas gesehen oder gehört hat und Hinweise liefern kann. Auch die Polizei nimmt Hinweise entgegen.

Doch für Gemeindepräsident Ruedi Zbinden ist klar: «Wir suchen den oder die Täter und wollen ihn auf jeden Fall zur Rechenschaft ziehen.» Ob wieder neue Bäume gepflanzt werden, ist unsicher. «Solange wir solche Chaoten hier haben, gibt es keine neuen Bäume», sagt Armin Meyenberger.

Hinweise an:

Polizeiposten Weinfelden, Telefon 058 345 25 00

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