Studie zeigt, Sport hat hohen Stellenwert im Kanton St.Gallen – doch die regionalen Unterschiede sind gross

Die neueste Studie «Sport im Kanton St.Gallen» zeigt: Die Sportaktivität im Kanton und der Stadt St.Gallen ist seit 2014 leicht gestiegen. Knapp drei Viertel der Bevölkerung des Kantons St.Gallen treiben mindestens einmal pro Woche Sport.

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Die Stadt St.Gallerinnen und St.Galler joggen lieber, während die Gesamtbevölkerung des Kantons Radfahren bevorzugt.

Die Stadt St.Gallerinnen und St.Galler joggen lieber, während die Gesamtbevölkerung des Kantons Radfahren bevorzugt.

Bild: fotolia

(pd/red) Die Sportaktivität im Kanton und der Stadt St.Gallen ist in den letzten sechs Jahren leicht gestiegen. «Der Kanton folgt damit einem Trend, der auch in der Gesamtschweiz zu beobachten ist», heisst es in einer Medienmitteilung des Amts für Sport. St.Gallerinnen und St.Galler bestreiten am liebsten den «helvetischen Fünfkampf»: Wandern, Radfahren, Schwimmen, Skifahren und Jogging. Die Stadt St.Gallerinnen und St.Galler joggen lieber, während die Gesamtbevölkerung des Kantons Radfahren bevorzugt.

Die Studie enthält 2020 erstmals Ergebnisse zu Rapperswil-Jona. Demnach fällt in Rapperswil-Jona die hohe Beliebtheit von Wandern, Schwimmen und Jogging auf. Dies zeigt die neueste Studie «Sport im Kanton St.Gallen und in den Städten St.Gallen und Rapperswil-Jona». Für den Kanton wurde die Studie bereits zum dritten Mal durchgeführt, für die Stadt St.Gallen zum zweiten Mal. Wie es in der Mitteilung heisst, ist das Kernstück der Studie eine repräsentative Befragung der St.Gallerinnen und St.Galler im Alter ab 15 Jahren.

Mehr aktive Frauen im Kanton, mehr sportliche Männer in der Stadt

Knapp drei Viertel der Bevölkerung des Kantons treiben mindestens einmal pro Woche Sport. Innerhalb der Regionen zeigen sich diverse Unterschiede. Wie vor sechs Jahren findet man im Kanton unter den Frauen etwas mehr sehr Aktive, während in der Stadt St.Gallen die Männer sportlich aktiver sind.

In Rapperswil-Jona sind bei den sportlich sehr Aktiven keine Geschlechterunterschiede erkennbar. Am meisten sehr aktive Sportlerinnen und Sportler findet man in den Regionen Sarganserland-Werdenberg und See-Gaster. Unabhängig vom Geschlecht lässt sich überall im Kanton beobachten, dass die Sportaktivität ab 30 Jahren abnimmt, ab dem Alter von 45 Jahren aber nochmals ansteigt.

Fitnesscenter ersetzen die Vereine

Im Kanton sind 22 Prozent der Bevölkerung in einem Sportverein aktiv, während 19 Prozent Mitglied in einem Fitnesscenter sind. In der Stadt St.Gallen und in Rapperswil-Jona wurden die Sportvereine von den Fitnesscentern als wichtigste Sportanbieter bei den über 15-Jährigen abgelöst. Während im Kanton die Männer in den Sportvereinen in der Mehrzahl sind, fällt das Geschlechterverhältnis im Fitnesscenter eher zugunsten der Frauen aus.

Sportförderung erhält gute Noten

Über sämtliche Sportarten hinweg vertritt eine Mehrheit der Befragten die Meinung, die Förderung sei gut und solle so beibehalten werden. Bei den Nachwuchssportlerinnen und -sportlern sowie den Talenten, beim Kinder- und Jugendsport, beim Behindertensport sowie bei den Sportangeboten für benachteiligte Gruppen votiert ein Drittel der Befragten für einen Ausbau der Förderung. Beim kommerziellen Spitzensport gibt es einen nennenswerten Anteil an Stimmen, die finden, es werde eher zu viel gemacht.

Der Bericht «Sport im Kanton St.Gallen und in den Städten St.Gallen und Rapperswil-Jona» steht unter https://www.sg.ch/bildung-sport/sport/publikationen.html