Stromschlag tötet Hund

Als am Dienstagabend in Altstätten ein Hund über einen Schacht lief, wurde er durch einen Stromschlag getötet. Nun stellt sich die Frage: Was wäre mit einem Menschen passiert?

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Gulli (Bild: (26747522))

Gulli (Bild: (26747522))

ALTSTÄTTEN. Am Dienstagabend starb ein Hund mitten im Altstätter Städtli. Der Hund hatte unglaubliches Pech: Er lief über einen Schachtdeckel, der wahrscheinlich elektrisch aufgeladen war. Der Vierbeiner erlitt einen Stromschlag, welcher das Tier tötete.

Schachtabdeckung demoliert

Wie kommt es so weit? Die Stadt Altstätten schreibt in ihrer Mitteilung, dass bei den Schneeräumungsarbeiten eine Schachtabdeckung demoliert wurde. Umgehend sei die Reparatur veranlasst worden. Offensichtlich muss dabei irgendetwas schiefgegangen sein, denn um 18 Uhr wurde die Abdeckung für den Hund zur tödlichen Falle.

«Keine weiteren Auskünfte», hiess es gestern bei der Stadt. Der Fall werde nun durch eine externe Kontrollinstanz aufgearbeitet. Solange die Ergebnisse nicht vorlägen, werde man nicht über Details sprechen. Wann die Untersuchungen abgeschlossen seien, wisse man auch noch nicht – die Stadt sei aber daran interessiert, dass möglichst rasch Licht ins dunkle komme.

Was wäre aber geschehen, wenn ein Mensch über den elektrisch aufgeladenen Schachtdeckel gelaufen wäre? «Nicht viel», sagt ein Stromexperte. Im Vorbeigehen hätte es einem Menschen zwar «zünftig eins fitzen» können – allerdings nur, wenn dieser barfuss gegangen wäre. Ansonsten hätten die Schuhe isoliert. Zu dieser Jahreszeit trügen die meisten Schuhe mit dicken Sohlen.

Spannung wie im Wohnhaus

Da von einer Hochspannung nicht auszugehen ist, dürfte eine elektrische Spannung wie in einem Wohnhaus geherrscht haben. Doch dass sich der Schachtdeckel überhaupt elektrisch aufgeladen hatte, ist doch selten. Marianne Meier von der Informationsstelle der Stadt St. Gallen konnte sich auf Anfrage nicht daran erinnern, dass in St. Gallen so etwas passiert sei. (gb/ses)