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Strom aus dem Strom

Wasserenergie Zwei Drittel der Bevölkerung von Balzers können sich gemäss einer Meinungsumfrage nicht für einen Windpark begeistern. Die Solargenossenschaft Liechtenstein prüft daher, ob der Einsatz von Strombojen im Rhein eine Option wäre, um Strom in der Region zu produzieren. Dabei würden Bojen mit zweiflügeligem Rotor im Rhein versenkt und vom fliessenden Wasser angetrieben. «Ein geeigneter Ort dafür wäre der Rhein unterhalb der Autobrücke zwischen Trübbach und Balzers», sagt Bruno Dürr, Geschäftsführer der Solargenossenschaft. Dort sei der Strom seit mindestens 2003 an der gleichen Stelle genügend eingetieft und daher ein günstiger Standort für Strombojen.

Unterhalb der Brücke liessen sich bis zu acht Strombojen anbringen. «Diese könnten rund 400 Haushalte mit Strom versorgen», so Dürr. Die Strombojen könnten pro Jahr circa 1,6 Millionen Kilowattstunden Elektrizität produzieren. «Falls es zu einer Rheinaufweitung kommen sollte, wären weitere Standorte für Strombojen möglich», so Dürr.

Die Chancen für eine erfolgreiche Stromproduktion stehen nicht schlecht. Seit 2006 läuft eine Pilotanlage in der Donau erfolgreich und hat auch schon zwei grosse Hochwasser überstanden. Gemäss Abklärungen der Solargenossenschaft wäre auch Hochwasser kein Problem. «Bei Hochwasser tauchen die Bojen vollständig unter und werden so nicht von Schwemmholz mitgerissen oder zerstört.»

Bevor es zu einem Pilotprojekt kommt, müssten Gespräche mit dem Rheinunternehmen geführt werden, das für die Sicherheit auf der Schweizer Seite zuständig ist. «Stösst das Projekt dort auf keine grundsätzlichen Bedenken, können wir die Anschaffung einer Versuchsboje ins Auge fassen», sagt Dürr.

Auch der Brugger Energieversorger IBB möchte in einem Pilotprojekt sechs Strombojen in der Aare versenken. Das Landschaftsbild werde nicht beeinträchtigt und Lärmimmissionen gebe es nicht, heisst es in einem Werbeflyer. Die Strombojen stellen zudem für Fische keine Gefahr dar. «Die Propeller drehen nur langsam und verfügen nur über zwei Flügel. «Fische könnten sogar durch die Bojen hindurchschwimmen, ohne sich zu verletzen», sagt Dürr. (jeb)

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