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Streit wegen Tiertransporten: Die Landesregierung ruft zum Kälber-Gipfel

Wie der Thurgau hat auch Vorarlberg seinen Tierschutzstreit: Es geht um Kälbertransporte ins Ausland.
Andri Rostetter

Vorarlberg ist kein typisches Agrarland. Nur 1,5 Prozent der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft – das ist halb so viel wie in Österreich als Ganzes. Doch wer die Webseiten der politischen Parteien nach einem aktuellen Brennpunkt durchforstet, dem sticht vor allem ein Thema ins Auge: Kälber.

Nun vermittelt die Vorarlberger Viehwirtschaft aus Sicht des Ostschweizer Laien ohnehin schon ein durchzogenes Bild. Ständig diese Querelen mit der Rindertuberkulose, Hofsperrungen, Warnungen vor Ansteckungsgefahr. Und jetzt noch das: Seit Monaten wird im Land über Kälbertransporte gestritten – Tierschützer laufen Sturm gegen Züchter, Händler, Transporteure und Behörden; Politiker von links bis rechts melden sich zu Wort. Der Hauptvorwurf: Kälber würden für die Schlachtung nach Italien, Spanien oder Polen gekarrt, dies teils unter unhaltbaren Bedingungen. Vorarlberg hat also so etwas wie einen Fall Hefenhofen, nur mit Kälbern statt mit Pferden.

Die Landesregierung hat reagiert und einen Kälber-Gipfel mit Branchenvertretern und Tierschützern veranstaltet. Ergebnis: acht Massnahmen, darunter eine maximale Fahrzeit von acht Stunden für die Transporte. Und: Zusätzlich 1000 Kälber pro Jahr sollen daheim in Vorarlberg geschlachtet werden. Hoffentlich ist das nicht zu grosszügig kalkuliert – denn vermutlich hat das Bundesland nach dieser Episode einige Vegetarier mehr.

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