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Streit wegen Konstanzer Stauproblemen

Sandra Pfanner

Verkehr Bis zu 21700 Fahrzeuge überqueren an einem Samstag die Grenze zwischen Kreuzlingen und Konstanz. Das Konstanzer Verkehrschaos behindert zunehmend Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Konstanz steht unter Druck, etwas zu unternehmen. Nur geht seit Jahren nicht nur auf den Strassen, sondern auch politisch nichts voran.

Wie verzwickt die Situation ist, zeigt ein Briefwechsel zwischen der Stadt Konstanz und Schweizer Behörden. Mehrere Monate hat die Stadt Daten erhoben und Autos gezählt. Das Ergebnis: Die Grundursache für den Stau liegt am Nadelöhr Zoll. Die einspurige Anlage soll nun zweispurig nachgerüstet werden, fordert der Konstanzer Baubürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn. Die Eidgenössische Zollverwaltung erteilte der Idee aber eine Absage. Das Argument: Bei einer zweiten Fahrspur wäre die Sicherheit von Reisenden und Personal nicht gegeben. Auch das Grenzwachtkorps kritisiert die Idee: Konstanz lasse ausser Acht, «dass auch in Kreuzlingen eine Staubildung bei der Ausreise nach Deutschland bis nach Bottighofen erfolgt». Und weiter: «Es müsste somit ebenfalls betrachtet werden, wie die Stadt Konstanz den Verkehr aus der Schweiz schneller abzunehmen vermag.» Im Gegensatz zur deutschen Praxis werden verdächtige Autofahrer von den Schweizer Zöllnern tatsächlich auf einem separaten Kontrollplatz befragt – nicht direkt auf der Fahrspur. Die Abfuhr des Schweizer Grenzwachtkorps mündet in einer deutlichen Ansage: «Der Stau bildet sich ausschliesslich durch den Abstempelungsvorgang der Ausfuhrkassenzettel beim deutschen Zoll.» Deutschland sei das einzige Nachbarland der Schweiz, welches keinen Mindestbetrag für die Rückforderung der Mehrwertsteuer habe. Deshalb sei zu überlegen, ob der Stau durch die Einführung einer Mindestgrenze zu bewältigen wäre.

Sandra Pfanner

ostschweiz@tagblatt.ch

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