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STREIT AN DER GBS: "So etwas kommt nicht von nichts"

Die Staatswirtschaftliche Kommission des Kantonsparlaments legt den "Fall GBS" noch nicht ad acta. Sie fordert auch künftig Auskünfte von Berufsfachschulkommission und Bildungsdepartement.
Regula Weik
Eingang zum Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum (GBS) im Riethüsli oberhalb der Stadt St. Gallen. (Bild: Ralph Ribi (17. November 2017))

Eingang zum Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum (GBS) im Riethüsli oberhalb der Stadt St. Gallen. (Bild: Ralph Ribi (17. November 2017))

Regula Weik

regula.weik@tagblatt.ch

Der Konflikt zwischen Rektor und Lehrerschaft des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums St.Gallen (GBS) müsse beigelegt werden. Dies hatte die Staatswirtschaftliche Kommission des Kantonsparlaments im Sommer gefordert. Sie beliess es nicht dabei. Von Berufsfachschulkommission und Bildungsdepartement verlangte sie bis Ende Jahr Auskunft dar­über, was sie konkret zur Lösung des Zwists unternommen hätten.

Diese Information ist inzwischen erfolgt, und die Staatswirtschaftliche Kommission hat sich nochmals mit dem "Fall GBS" auseinandergesetzt. Mit welchem Ergebnis? Kommissionspräsident Felix Bischofberger spricht von einer Zwischenetappe. "Wir haben den Fall nicht abgeschlossen und auch kein Fazit gezogen." Die Kommission wolle weiter "ein Auge darauf haben" und auch künftig von Berufsfachschulkommission und Bildungsdepartement erfahren, was weiter unternommen wird, um die Situation am GBS zu verbessern. "Die Schule soll wieder in geordnete Bahnen kommen. Es ist viel Geschirr zerschlagen. Das erledigt sich nicht von heute auf morgen", so Bischofberger.

"Hier ist wohl über Jahre etwas eskaliert"

Da die Vorwürfe und Anschuldigungen an die Adresse des GBS-Rektors anonym erhoben worden seien, fehle ihnen "der Ansprechpartner", sagt Bischofberger. "Das macht es schwierig." Für ihn ist aber klar: "So etwas kommt nicht von nichts." Hier sei wohl über Jahre "etwas eskaliert, das Lehrerinnen und Lehrer zwar festgestellt hatten, von aussen aber nicht wahrgenommen wurde". Bischofberger ist nach wie vor überzeugt, dass eine Mediation zwischen Lehrerschaft und Schulleitung angebracht wäre. "Die Staatswirtschaftliche Kommission kann diese aber nicht anordnen. Darüber entscheiden Berufsfachschulkommission und Bildungsdepartement."

Es gehe ihnen nicht darum, einen Schuldigen zu suchen. "Wir wollen nicht Richter sein", so der CVP-Politiker. Und weiter: "Wir wollen den Fall weder aufbauschen, noch unter den Teppich kehren." Einfach Schwamm drüber könne es für die Kommission aber nicht sein. Deshalb wolle sie mit der Berufsfachschulkommission und dem Bildungsdepartement im Dialog bleiben und "unterstützend mithelfen, die Chemie zwischen Rektor und Lehrerschaft und damit die Situa­tion am GBS zu verbessern".

Kommission kann selber nicht aktiv werden

Bischofberger weiss, dass einzelne Lehrpersonen mehr von der Politik erhofft hatten. "Sie werden von unserer Zwischenbilanz enttäuscht sein. Die Kommission kann aber nicht selber aktiv werden. Sie ist weder Kontrollorgan der Schulleitung noch deren Wahlgremium." Auf die Frage, ob er den Rektor ausgewechselt hätte, antwortet er: "Die Staatswirtschaftliche Kommission ist nicht für die Besetzung der Rektorenstelle zuständig, noch ist es unsere Aufgabe zu beurteilen, ob die Stelle richtig oder falsch besetzt ist." Dies sei im Übrigen gut so. "Wo kämen wir hin, wenn jede politische Kommission Personen, die ihr nicht passen, einfach entlassen könnte?", fragt Bischofberger rhetorisch.

Wird die GBS-Debatte die anstehende Diskussion über die Neuorganisation der Berufsfachschulkommissionen beeinflussen? Das Eine habe mit dem Anderen nichts zu tun, betont Bischofberger. "Ein Einzelfall darf nicht dazu führen, dass sämtliche heutigen Strukturen, die an andern Schulen funktionieren, in Frage gestellt werden."

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