Strassen und Rhein lassen ihn nicht los

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Offiziell ist er seit Januar 2016 pensioniert, doch von Ruhestand kann keine Rede sein: Der frühere St.Galler Kantonsingenieur Urs Kost arbeitet unentwegt weiter auf grossen Baustellen. Kein Wunder, hat er doch ein gewichtiges Teilpensum behalten: Als Vertreter des Kantons leitet er die Gemeinsame Rheinkommission sowie die Internationale Rheinregulierung und ist damit für das grösste Wasserbauwerk der Schweiz verantwortlich: das Hochwasserschutzprojekt Rhesi, das Ende 2017 vorliegen soll. Die Planung am Rhein ist anspruchsvoll: Keine Woche, in der Kost die Konturen nicht mit Gemeindepräsidenten, Bauern oder Naturschützern verhandelt oder sie, wie nächste Woche in Dornbirn, mit Wasserbau-Fachleuten erläutert. Hinzu kommt das laufende 125-Jahr-Jubiläum der Rheinregulierung, und am 1. Juli wird die Stadtautobahn 30-jährig. An deren Bau hatte Kost als junger Ingenieur mitgewirkt, zuletzt beschäftigte ihn die Engpassbeseitigung. Nach dem Umzug nach Teufen kann es der St.Galler, der im Otmarquartier aufwuchs und (natürlich) Spitzenhandball spielte, nicht lassen: Er sitzt in der Planungskommission. Am Alterssitz, verriet der 66-Jährige der «Tüüfner Poscht», könne er wie einst mit der jungen Familie auf dem Hönggerberg «wieder sehen, wo das Wetter herkommt.» Sofern er Zeit findet – seine Frau, die beiden erwachsenen Töchter und die vier Enkelkinder dürften sich freuen, bis Kost dereinst wirklich in Pension geht. (mel)