Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Strafmass im Frastanz-Mord wird überprüft

Ein Mann ermordete in Frastanz seine schwangere Ex-Freundin und zündete sie an. Das Gericht verurteilte ihn zu lebenslanger Haft. Jetzt wird das Urteil nochmals überarbeitet.

Es war ein zäher, kräfteraubender Prozess, der die Geschworenen vier Tage lang beschäftigte, ehe am 6. Dezember ein Urteil gefällt wurde. Ein 28-jähriger, aus der Dominikanischen Republik stammender Mann wurde beschuldigt, seine schwangere Ex-Freundin und deren ungeborenes Kind getötet und den Leichnam anschliessend angezündet zu haben (Ausgabe vom 21. November 2017). Der Mann bestritt dies bis zum Schluss und beteuerte, dass er die werdende Mutter und sein eigenes Kind nicht getötet habe. Die Geschworenen entschieden mit sechs zu zwei Stimmen für Mord, der Mann bekam lebenslänglich. «Angesichts der eiskalten und heimtückischen Art gibt es keine andere Sanktion», führte der vorsitzende Richter damals in der Urteilsbegründung aus.

Angehörige des Angeklagten trauten ihm die Tat nicht zu

Die Angehörigen des Opfers waren erleichtert, endlich war – zumindest verfahrenstechnisch – ein Schlussstrich gezogen. Die Angehörigen des Angeklagten waren bestürzt, niemand von ihnen traute dem Mann die Tat zu. Nach dem ersten Verhandlungstag meldete sich eine Nachbarin des Angeklagten bei der Polizei. Sie gab an, den in Liechtenstein wohnhaften Angeklagten damals in der Nacht vor dem Haus gesehen zu haben. Der Beschuldigte bestritt dies. Es gab in diesem Prozess viel Für und Wider, die Geschworenen machten es sich nicht leicht und immerhin waren zwei der acht Laien der Meinung, der Mann sei kein Mörder. Die Verteidigung rief nach der Verurteilung den Obersten Gerichtshof an. Schwere Fehler wurden geltend gemacht. Doch nun kam die «Vorläufige Verständigung» des Höchstgerichtes und die lautet: «Mit Beschluss wird die Nichtigkeitsbeschwerde zurückgewiesen.»

Möglichkeit auf Senkung der Haftstrafe

Zur weiteren Entscheidung über die Strafhöhe werden die Akten anschliessend dem Oberlandesgericht Innsbruck weiter geleitet. Dort hat der Mann dann allenfalls eine Chance auf eine Senkung der Haftstrafe. Der Rechtsanwalt, der die Hinterbliebenen des Mordopfers vertrat, ist zufrieden mit dem endgültigen Verfahrensausgang. «Ich bin erleichtert, dass die Verurteilung wegen Mordes bestätigt wurde und nicht ein neuer Geschworenenprozess stattfindet.» Das Verfahren und der Umstand, dass die Opferfamilie zwangsläufig immer wieder mit den Fakten konfrontiert wurde, seien eine grosse Belastung gewesen, führt der Anwalt weiter aus. Somit steht nur mehr die Strafhöhe zur Diskussion.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.