Strafbefehle nach Wahlkampf in Gams

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Verleumdung Im Vorfeld der Schulratswahl 2016 in Gams ­wurde mit zu harten Bandagen ­gekämpft: Zu diesem Schluss kommt das Untersuchungsamt Altstätten. Es hat gegen zwei ­Personen Strafbefehle erlassen – wegen Äusserungen gegen die damalige Schulpräsidentin. Ein Mann wurde der qualifizierten Verleumdung sowie der versuchten Nötigung schuldig gesprochen. Zudem erhielt er eine unbedingte Geldstrafe von 14 000 Franken und muss die Kosten der Rechtsvertretung der ehemaligen Schulpräsidentin übernehmen. Er habe ihr unter anderem unzulängliche Amtsführung, Misswirtschaft, Mobbing und bewusst falsche Kommunikation vorgeworfen, so das Untersuchungsamt. Auch habe er ihr gedroht, den Druck aufrechtzuerhalten, solange sie ihre Kandidatur nicht zurückziehe.

Eine weitere Gegnerin der ehemaligen Schulratspräsidentin machte sich gemäss Strafbefehl der qualifizierten Verleumdung und der Verletzung des Amts­geheimnisses schuldig. Unter anderem habe sie der damaligen Schulpräsidentin öffentlich vorgeworfen, diktatorisch zu sein und gelogen zu haben. Die Frau erhält eine auf zwei Jahre bedingt aufgeschobene Geldstrafe von 4200 Franken und eine Busse von 500 Franken. Zudem muss sie die Kosten des Verfahrens und der Rechtsvertretung der ehemaligen Schulpräsidentin übernehmen. Die Strafbefehle sind noch nicht rechtskräftig. Beide Beschuldigten haben angekündigt, diese anzufechten. (ht)