Stimmbürger stoppen Elterntaxi-Halteplätze

Drucken
Teilen

Schulweg Die geplanten Halteplätze für Elterntaxis bei der Primarschule Klosterguet in Rorschacherberg kommen nicht zu Stande. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben das Projekt gestoppt. Die Gemeinde präsentierte ihr Bauvorhaben am Mittwochabend an der Bürgerversammlung. Die Baukosten für die Halteplätze waren als eigenständiger Teil in den Budgetvoranschlag 2018 aufgenommen worden. Diesen Teil lehnten die Stimmbürger ab. Wie die Diskussion zeigte, haben nicht in erster Linie die Halteplätze zur Ablehnung geführt, sondern zwei ebenfalls geplante Kreisel. «Unnötig und zu teuer», lautete der Tenor. Die Kreisel waren Teil des Gesamtprojekts, in dem auch die Halteplätze und ein Fahrverbot bei der Schule vorgesehen waren.

Hintergrund der Debatte um die Elterntaxis waren Sicherheitsbedenken von Gemeinde und Schule. Auf dem Schulgelände herrscht besonders zu Unterrichtsbeginn und -schluss reger Verkehr. Verursacht wird er durch Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen oder abholen. Die Gemeinde wollte deshalb die ­Zufahrtstrasse für den Verkehr sperren und einen Wendekreisel einrichten. Ein weiterer Wendekreisel war auf einer Strasse in der Nähe der Schule geplant, dazu Halteplätze für den Schulbus und für Autos von Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren. Diese Elterntaxi-Halteplätze ­gaben im Vorfeld Anlass zu Diskussionen. Verschiedene Schulen in der Region kämpfen gegen das Phänomen seit Jahren an, teils mit Hilfe der Polizei. Dass eine Schule Elterntaxis explizit erlauben und sogar Halteplätze bauen wollte, ist eine Premiere. Da dem Phänomen Elterntaxi sowieso nicht beizukommen sei, wolle man die Autos wenigstens in ­sicherer Entfernung zur Schule zum Halten bringen, rechtfertigten sich die Rorschacherberger Behörden. (mre)