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Stiller Schaffer, schwaches Profil

Bruno Damann schaffte den Sprung in die Regierung auf Anhieb. Das ist bis jetzt seine grösste Leistung. Der 60-jährige Allgemeinmediziner wirkt öfter unsicher, mitunter scheint er noch in der Einarbeitungsphase zu stecken. Mit grossen Würfen ist Damann jedenfalls noch nicht aufgefallen. In seinem ersten Jahr musste er gar einen Gang zurückschalten – zumindest vorübergehend: Im Herbst erlitt er einen Herzinfarkt. Er müsse nicht «auf Teufel komm raus den Starken spielen», sagte er damals. CVP-Mann Damann ist der Typ stiller Schaffer: kein Charismatiker, aber auch kein Schaumschläger. Der Volkswirtschaftschef gilt als guter Zuhörer, der nur dann spricht, wenn er etwas zu sagen hat. Dass er damit den Eindruck erweckt, er habe gar nichts zu sagen, nimmt er offenbar in Kauf – so wie im aktuellen Bergbahnen-Streit im Toggenburg. Fazit: Damann muss noch deutlich an Profil zulegen, will er als Vertreter des Kantons wahrgenommen werden.

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