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Stiftsbezirk: Schilder in Schwarz, Modell in Bronze - und nebenbei Brunz

Der St.Galler Stiftsbezirk soll touristisch aufgewertet werden. Ein erster Schritt dazu ist getan: Sämtliche Beschilderungen, Häusertafeln und Wegweiser sind in einheitlichem schwarz neu designt worden. Auf dem Klosterplatz wurde ein 3D-Modell des Stiftsbezirks eingeweiht. Weitere Aufwertungsprojekte stehen an.
Roman Hertler
12 Bilder

Einheitliche Beschilderung für den Stiftsbezirk

Eine zahlenmässig beinahe beschlussfähige Abordnung der Kantonsregierung war da. Dazu zwei Stadträte, Bischof Markus Büchel und rund 100 Vertreter aus kantonaler, städtischer und katholisch-kirchlicher Verwaltung. Alle waren sie der Einladung des Vereins Weltkulturerbe Stiftsbezirk St.Gallen zur Einweihung der neudesignten und vereinheitlichten Signaletik des Quartiers gefolgt. Vereinspräsident Thomas Franck gab im klosterhöflichen Musiksaal Ein-, Rück- und Ausblicke in die Pläne rund um die touristische Aufwertung des Klosterbezirks.

Ein erster Schritt in diese Richtung ist mit den in Schwarz gehaltenen und Weiss beschrifteten Infotafeln, Häuserbeschreibungen und Wegweisern getan. Die Oberflächen sind nicht komplett versiegelt, mit der Verwitterung werden sie noch schwärzer.

Den Abschlussakt bildete die Enthüllung des Modells des Stiftsbezirks. Es ist das in Bronze gegossene Bijou des Klosterplatzes. Besucher können sich so einfach einen Überblick über das Quartier verschaffen. Die einzelnen Gebäude sind nummeriert und beschriftet – auf Deutsch, Englisch und in Blindenschrift.

Geschäftiger Ort der Besinnung

Wie rasch sich die neuen Installationen ins öffentliche Leben einfügen, hat sich schon am ersten Tag offenbart. Als die versammelte Menge sich vom Musiksaal zur Enthüllungszeremonie des Klostermodells begab, hob gerade ein Hund sein Bein und versäuberte sich an einem der neuen Wegweiser. Und nach der Enthüllung des Bronzemodells fiel dem genau hinblickenden Bischof Büchel sofort auf, dass bereits ein Vögelchen sich auf den bronzenen Nachbau des klösterlichen Innenhofs, den Pausenplatz der «Buebeflade», erleichtert hatte. Auch touristisch fand die neue Beschilderung sofort Anklang, berichteten die Designer Angela Kuratli und Johannes Stieger. Unmittelbar nach der Montage eines Täfelchens war dieses nämlich von zwei asiatischen Touristinnen in Beschlag genommen und sofort zum Hintergrundsujet für ein Selfie erklärt worden.

«Ein einheitlicher Auftritt des Weltkulturerbes fördert die einheitliche Sichtbarkeit, respektiert aber die Bedürfnisse der einzelnen Institutionen», heisst es im Managementplan 2017–2020, in dem die Vorhaben zur Erhaltung und Entwicklung des Unesco-Weltkulturerbes festgehalten sind. Gemäss einer HSG-Studie, die bald veröffentlicht wird, generiert der Stiftsbezirk schon heute eine regionale Wertschöpfung von 13 Millionen Franken im Jahr. Da gehe noch etwas, meinte HSG-Professor Daniel Zwicker. Entscheidend für viele Besucher sei das Unesco-Label, das Ausstellungs- und Informationsangebot solle weiter ausgebaut werden, empfahl er.

Weitere Projekte stehen an, beispielsweise die Eröffnungen der Ausstellungssäle im Gewölbekeller und im Zeughausflügel. Das Museumspersonal erhält Uniformen und der Stiftsbezirk eine eigene Managerin: Am 1. Februar wird Mandana Roozpeikar die Stelle als Leiterin Betrieb Ausstellungen und Vermittlung antreten. Derzeit arbeitet die Baselländerin noch als leitende Kulturvermittlerin am Weltmuseum in Wien.

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