St.Galler Spitalverbunde
Spital Walenstadt: Bis Ende 2022 soll zukünftige Ausrichtung geklärt sein

Für den Spital-Standort Walenstadt soll eine Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Graubünden und dem Kantonsspital Glarus geprüft werden: Das hat der St.Galler Kantonsrat im Zusammenhang mit der Verabschiedung der Spitalstrategie festgelegt. Jetzt steht der Zeitplan fest.

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Das Spital Walenstadt soll näher mit den Spitälern in Graubünden und Glarus zusammenarbeiten.

Das Spital Walenstadt soll näher mit den Spitälern in Graubünden und Glarus zusammenarbeiten.

Bild: freshfocus

(pd/red) Bis Ende 2022 soll die Zukunft des Spitals Walenstadt geklärt sein: Wie es in einer Medienmitteilung der St.Galler Regierung heisst, sei man an einer schnellen Klärung einer Zusammenarbeit mit den Kantonen Graubünden und Glarus interessiert und habe den Projektauftrag genehmigt sowie die Projektorganisation festgelegt.

Unter der Leitung von Bruno Damann

Die St.Galler Regierung habe als Auftraggeberin an der Sitzung vom 19. Januar den Projektauftrag genehmigt und die Projektorganisation festgelegt. Der Vorsitz des Lenkungsausschusses liege beim Vorsteher des Gesundheitsdepartementes, Regierungspräsident Bruno Damann. Die Projektleitung werde Arnold Bachmann übertragen. Er ist bis Ende Juli 2021 noch als CEO des Kantonsspitals Graubünden tätig. In dieser ersten Phase werde deshalb das Projekt von Stefania Mojon vom Amt für Gesundheitsversorgung des Gesundheitsdepartementes des Kantons St.Gallen geleitet.

Die St.Galler Spitalverbunde beabsichtigten, das Spital Walenstadt nur noch wenige Jahre zu betreiben und dann in ein ambulantes Gesundheits- und Notfallzentrum umzuwandeln. Aufgrund des Vorschlags des Kantonsspitals Graubünden, eine interkantonale Zusammenarbeit zu prüfen, beauftragte der Kantonsrat die Regierung, einen Bericht vorzulegen und allenfalls Antrag über die Weiterentwicklung des Spitalstandortes Walenstadt zu stellen.

Breit abgestützte Projektgruppe

Wie es in der Medienmitteilung weiter heisst, wirken im Projekt Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Anspruchsgruppen mit. Dazu gehören beispielsweise das Spital Walenstadt, die Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland, das Kantonsspital Graubünden, die Sarganserländer Gemeinden, die IG Sardona und die freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte des Sarganserlandes. Auch die Spitex, Pizolcare, Pflegeheime und weitere seien vertreten.

Der Lenkungsausschuss geht das Projekt gemäss Mitteilung in drei Phasen an. In einer ersten Phase werden Fragen betreffend Sicherstellung des Spitalbetriebs in Walenstadt gestellt und offene Fragen betreffend Schnittstelle zur Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland geklärt. Prioritär würden ausserdem Absichtserklärungen über das zukünftige Leistungsangebot des Spitals Walenstadt und über die Veräusserung bzw. Abtretung der Liegenschaft des Spitals Walenstadt erarbeitet.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden informiert

In der zweiten Phase werden schliesslich verschiedene Fragestellungen – aufgeteilt auf zehn Teilprojekte – bearbeitet. «Ziel dieser Phase ist die Konkretisierung der zukünftigen Trägerschaft und des Betreibers des Spitals Walenstadt», so der Wortlaut der Mitteilung. Aus der zweiten Phase soll ein Projektbericht resultieren, der die Grundlage für die Erarbeitung einer Botschaft zu Handen des Kantonsrates bilde.

Die dritte Phase sei schliesslich die Entscheidungsphase, in der alle massgeblichen Entscheide über das künftige Leistungsangebot, die künftige Trägerschaft und den künftigen Betreiber des Spitals Walenstadt getroffen würden.

«Es handelt sich um ein komplexes Projekt, das insbesondere für die beteiligten Spitäler herausfordernd ist.»

Die Regierung setze deshalb alles daran, die Fragen zur Zukunft des Spitals Walenstadt rasch zu klären und zielführenden Lösungen zum Durchbruch zu verhelfen. Die Mitarbeitenden des Spitals Walenstadt seien am Donnerstagabend über das Projekt orientiert worden.