St.Galler Spitaldebatte: Wird in Flawil und Rorschach nicht mehr operiert? — SP misstraut dem Verwaltungsrat

Werden an den Standorten Flawil und Rorschach klammheimlich neue Fakten geschaffen? Diesen Verdacht haben drei SP-Kantonsräte und fordern Antworten der Regierung.

Regula Weik
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Die St.Galler Regierung will das Spital Flawil schliessen.

Die St.Galler Regierung will das Spital Flawil schliessen.

Ralph Ribi

Die lange Operationspause an den Spitälern Flawil und Rorschach ist drei SP-Mitgliedern des St. Galler Kantonsparlaments verdächtig. Dies umso mehr, als seit einiger Zeit das Gerücht die Runde macht, die Operationstätigkeit an den beiden Standorten werde nach dem coronabedingten Unterbruch nicht mehr aufgenommen.

Das hatte aufgeschreckt und den Verdacht aufkommen lassen, der Spitalverwaltungsrat habe einmal mehr «präjudizierende Fakten» geschaffen. VR-Präsident Felix Sennhauser hatte damals erklärt:

«Es gibt keinen solchen Beschluss.»

Lange Pause soll erklärt werden

Christoph Thurnherr (Wattwil), Andrea Schöb (Thal) und Daniel Baumgartner (Flawil) konnte er damit nicht beruhigen. In einem Vorstoss fragen die drei SP-Kantonsräte: «Wurden oder werden an den beiden Standorten neue Tatsachen geschaffen?»

Sie fordern von der Regierung eine Erklärung für den langen Operationsunterbruch. Dass nach dem bundesrätlichen Moratorium für geplante Eingriffe die Operationssäle vorübergehend ganz geschlossen wurden, habe «einer Gesamtstrategie und Logik» entsprochen, halten die drei im Vorstoss fest.

Doch nun würden sich Bevölkerung und Personal fragen, wann an den beiden Spitälern wieder Normalbetrieb herrsche.

Thema an Kommissionssitzung?

Wie rasch die Regierung die Fragen beantwortet, ist offen. Gut möglich ist aber, dass die Situation in Flawil und Rorschach diese Woche die Spitalkommission beschäftigen wird. Sie trifft sich, um die künftig Spitalstrategie zu beraten. Die Debatte darüber ist wegen Corona auf September verschoben worden.