St.Galler Regierungsratswahlen: Die Grünen ziehen sich zurück – Rahel Würmli tritt im zweiten Wahlgang nicht mehr an

Sie haben sich Zeit gelassen mit der Entscheidung. Jetzt ist klar: Im zweiten Wahlgang der St.Galler Regierungsratswahlen treten die Grünen nicht mehr an. Kandidatin Rahel Würmli verzichtet auf eine erneute Kandidatur.  

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Rahel Würmli am vergangenen Wahlsonntag im Pfalzkeller.

Rahel Würmli am vergangenen Wahlsonntag im Pfalzkeller. 

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

(pd/lim) Die Grünen verzichten auf eine Teilnahme am zweiten Wahlgang für die St.Galler Regierungsratswahlen. Das teilt die Partei am Mittwoch mit. «Der Entscheid war nach dem guten Resultat im ersten Wahlgang kein einfacher, weder für die Kandidatin Rahel Würmli noch für die Parteileitung», heisst es in einer Medienmitteilung. 

Das Herz der Kandidatin (und der Parteileitung) hätte sich klar für eine erneute Kandidatur entschieden, heisst es weiter, der Kopf aber habe «Nein» gesagt. Denn: «Das grünlinke Lager hat auch nach den Zugewinnen am letzten Sonntag rechnerisch Anspruch auf nur zwei Sitze.»

«Drei Frauen in der Regierung müssen das Ziel sein»

Regierungsratswahlen müssten sich nicht zwingend nach dem Parteienproporz orientieren: Es würden in erster Linie Köpfe gewählt, nicht Parteien. «Ebenfalls ist für uns Grüne auch klar, dass es eine ausgewogenere Vertretung der Frauen in der Regierung braucht.» Mit Susanne Hartmann von der CVP wurde bisher eine Frau gewählt. Drei Frauen müssten aber das klare Ziel sein, so die Grünen. 

Nach Abwägen von Chancen und Risiken seien Rahel Würmli und die Parteileitung zum Schluss gekommen, auf die Teilnahme am zweiten Wahlgang zu verzichten. Bei einer zukünftigen Vakanz sei jedoch mit einer erneuten Regierungsratskandidatur der Grünen zu rechnen.

Damit kommt es am 19. April zu einem Rennen zwischen Michael Götte (SVP), Beat Tinner (FDP) und Laura Bucher (SP). Die drei Kandidierenden wurden von ihren Parteien bereits für den zweiten Wahlgang nominiert. 

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