St.Galler Nazi-Sympathisant ist seinen Job bei den SBB los

Ein Mann aus dem Kanton St.Gallen, der auf Facebook seine Bewunderung für das Nazi-Regime und Adolf Hitler ausdrückte, muss sich eine neue Arbeitsstelle suchen. Bei den SBB, wo er als Transportpolizist arbeitete, hat er keine Zukunft mehr.

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Transportpolizisten der SBB haben eine verantwortungsvolle Aufgabe – dementsprechend muss auch der Leumund der Mitarbeitenden stimmen. (Symbolbild: Keystone)

Transportpolizisten der SBB haben eine verantwortungsvolle Aufgabe – dementsprechend muss auch der Leumund der Mitarbeitenden stimmen. (Symbolbild: Keystone)

(dwa) Ein Bild mit einer Patrone, dazu der Schriftzug «Die Pille für kriminelle Ausländer und soz. Schmarotzer, schnell wirksam, 100 Prozent sicher.» Das postete ein Mann aus dem Kanton St.Gallen vor einiger Zeit auf Facebook. Doch damit nicht genug: Am 20. April 2019, anlässlich des Geburtstages von Adolf Hitler, schrieb er: «Eine Kerze für den Onkel! GruSS». Er verwendete für seinen Eintrag das Doppel-S, mit welchem Neonazis auf Hitlers Schutzstaffel, die SS, anspielen.

Diese und weitere Facebook-Einträge haben für den Mann nun Konsequenzen: Wie der «Blick» berichtet, ist der Mann seinen Job bei der Transportpolizei der SBB los.

Die SBB hatten den Mann während der internen Untersuchung der Vorgänge bereits freigestellt und damals verlauten lassen, das Unternehmen toleriere kein menschenverachtendes, rassistisches, gewaltverherrlichendes oder extremistisches Verhalten seiner Mitarbeitenden.

Jetzt lässt sich ein Sprecher vom «Blick» wie folgt zitieren: 

«Die SBB und der betroffene Mitarbeiter haben in gegenseitigem Einvernehmen beschlossen, das Arbeitsverhältnis zu beenden.»

Vor seinem Engagement bei den SBB hatte der Mann zehn Jahre bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden gearbeitet – bis 2011, wie die Kapo gegenüber dem «Tagblatt» bestätigte. Der Mann habe die Polizei schliesslich freiwillig verlassen, weil er eine Anstellung in der Privatwirtschaft gefunden habe. «Bis dato hatten wir keinen Hinweis auf rechtsextremistische Tätigkeiten des Mannes», so die Kapo Ausserrhoden.