St.Galler Lockrufe im Thurgau

SCHÖNENBERG. Der St.Galler Volkswirtschaftsdirektor Benedikt Würth will die Wahrnehmung der Ostschweiz fördern. Am Regierungstreffen warb Würth bei seinen Thurgauer Amtskollegen für die Vierländerregion.

Thomas Wunderlin
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Gemeinsam gegen das Wahrnehmungsdefizit: Die Regierungen der Kantone St. Gallen und Thurgau. (Bild: pd)

Gemeinsam gegen das Wahrnehmungsdefizit: Die Regierungen der Kantone St. Gallen und Thurgau. (Bild: pd)

Laut dem St.Galler Volkswirtschaftsdirektor Benedikt Würth leidet die Ostschweiz unter einem Wahrnehmungsdefizit – vor allem, was die wirtschaftliche Kraft betrifft. Dieses soll mit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit den deutschen, österreichischen und liechtensteinischen Nachbarn gedeckt werden. Die Vierländerregion war ein Thema des jährlichen Treffens der St. Galler und der Thurgauer Regierung. Der Thurgauer Regierungspräsident Jakob Stark habe signalisiert, dass sich der Thurgau ein Mitmachen in diesem Verbund vorstellen könne, teilte die Staatskanzlei Thurgau mit. Vorerst müsse jedoch der Rahmen mit Inhalt gefüllt und das Kosten-Nutzen-Verhältnis abgewogen werden.

Ausstellung mit Expo-Projekten

Auch mit der Expo 2027 könnte die Ostschweiz ihre Wahrnehmung in der Restschweiz verbessern. Darin waren sich die Regierungen einig. Das Siegerprojekt soll demnächst präsentiert werden. Die Regierungen beschlossen, dass alle Projekte, die es in die zweite Runde geschafft haben, in einer Ausstellung öffentlich gezeigt werden sollen.

Warten auf den Netzbeschluss

Nicht zufrieden sind die Regierungen mit dem Stand in Sachen Netzbeschluss. Laut der Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag ist er «für die Realisierung der BTS/OLS und deshalb für den Kanton Thurgau zentral». Leider sei die baldige Inkraftsetzung wieder in der Schwebe. Auch der St. Galler Regierungsrat Willi Haag zeigte sich verärgert und warnte vor der Gefahr, dass der Entscheid auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werde. Der St.Galler Baudirektor Willi Haag bezeichnete das Projekt Wil West als Muster einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Sinne des neuen Raumplanungsgesetzes und ein Beispiel für den sorgfältigen Umgang mit dem Boden.