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St.Galler Katzenbesitzerin: «Es war dramatisch – Lucky ist fast gestorben»

Seit einem Jahr leidet Kater Lucky an Diabetes. Die regelmässigen Insulinspritzen lässt er ohne Murren über sich ergehen – auf sein Spezialfutter könnte er hingegen verzichten.
Maria Kobler-Wyer
Carla Gämperle würde alles tun für Kater Lucky. (Bild: zVg)

Carla Gämperle würde alles tun für Kater Lucky. (Bild: zVg)

Kater Lucky trinkt Unmengen an Wasser, isst innert Sekunden seinen Napf leer, nimmt dennoch ab, ist kraft- und lustlos, hat ein struppiges Fell. «Ich dachte an Diabetes, weil es typische Anzeichen dafür sind», sagt die St.Gallerin Carla Gämperle. «Einzig das Gewicht sprach gegen die Krankheit.» Denn Lucky ist nicht übergewichtig, obwohl er kastriert ist und den ganzen Tag in der Wohnung verbringt.

Bauchspeicheldrüsenentzündung übersehen

Tochter Katrin, die Lucky beim Auszug aus dem Elternhaus mitgenommen hat, brachte den Kater zum Tierarzt. Doch: «Lucky ging es danach noch schlechter, er wäre bald in eine Unterzuckerung gefallen», sagt Gämperle. «Es war dramatisch, Lucky ist fast gestorben.» Gämperle brachte Lucky dann in die Kleintier-Spezialisten Klinik ARC in Herisau. Es stellte sich heraus, dass der erste Tierarzt eine Bauchspeicheldrüsenentzündung übersehen hatte. Infolge dessen ist Kater Lucky an Diabetes erkrankt.

«Er musste einige Tage in der Klinik bleiben», sagt die Inhaberin einer Putzfirma.

Lucky bekam zuerst Antibiotika, um die Entzündung zu bekämpfen, danach Insulin. Als der Kater schliesslich noch starke Schmerzen im Bein hatte, musste er Kortison einnehmen. «Kortison beeinträchtigte die Wirkung von Insulin», sagt Carla Gämperle. Lucky reagierte daraufhin mit Durchfall und Erbrechen. «Wir setzten das Insulin dann für eine Woche ab», sagt Carla Gämperle. Der Kater wurde wieder lebhafter, das Fell schöner, er hatte weder Durchfall noch Erbrechen – doch die Zuckerwerte blieben hoch. Deshalb erhält Lucky nun zweimal täglich – jeweils zwischen 7 und 7.30 Uhr sowie 19 und 19.30 Uhr – eine Insulinspritze.

Carla Gämperle mit dem zuckerkranken Lucky. (Bild: zVg)

Carla Gämperle mit dem zuckerkranken Lucky. (Bild: zVg)

Kürzlich weilte ihre Tochter mit ihrem Freund in den Ferien, deshalb ist Carla Gämperle zweimal täglich nach Au gefahren, um Lucky die Spritzen zu verabreichen. Die Spritzen sind für den Kater kein Problem. «Er ist pflegeleicht und macht voll mit», sagt Gämperle. Hingegen ist die Spezialnahrung, welche aus Nass- und Trockenfutter besteht, nicht ganz nach dem Gusto von Lucky.

«Meine Tochter, die noch eine andere Katze besitzt, muss beide Tiere separat füttern», sagt Gämperle. «Sonst würde Lucky nicht sein Spezialfutter fressen.»

Noch nicht die richtige Therapie gefunden

Seit dem dramatischen Vorfall mit Lucky ist mittlerweile etwas mehr als ein Jahr vergangen. «Wir haben noch nicht die richtige Therapie gefunden», sagt Carla Gämperle, die zu Hause zwei Hunde und zehn Katzen hat. Während zwei Wochen wird Lucky nun wieder kein Insulin gespritzt, um festzustellen, ob der Kater überhaupt noch Insulin braucht. Während dieser Zeit muss ab und zu Blut am Ohr abgenommen werden. «Nach den zwei Wochen müssen wir an einem Tag alle anderthalb Stunden den Zucker messen», sagt Gämperle. So soll festgestellt werden, ob Lucky allenfalls die Diabetes-Medikamente nicht verträgt.

«Man merkt, dass Lucky krank ist», sagt Carla Gämperle. Der Kater ist dünn, sein Fell nicht schön. Für sie sind der kranke Kater und das regelmässige Spritzen aber keine Belastung. «Ich mache das gerne», sagt die dreifache Mutter.

«Lucky ist vor 13 Jahren bei uns zu Hause geboren und wie ein Familienmitglied.»

Deshalb habe sie auch noch nie daran gedacht, den Kater einschläfern zu lassen. «So lange es eine Möglichkeit gibt, dass er gesund wird, werde ich alles für Lucky tun», sagt Carla Gämperle.

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