St.Galler Hanfshops unter Druck

ST.GALLEN. Noch vor zehn Jahren haben viele Jugendliche gekifft. Die Behörden sind in den letzten Jahren konsequent gegen Hanfläden und Hanfplantagen vorgegangen. Alleine im Kanton St.Gallen sind rund hundert Hanfshops geräumt worden.

Sebastian Schneider
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Die Regeln zum Hanfanbau sind Bundessache, hat unlängst das Bundesgericht entschieden. (Archivbild: Susann Basler)

Die Regeln zum Hanfanbau sind Bundessache, hat unlängst das Bundesgericht entschieden. (Archivbild: Susann Basler)

«Hanfläden gibt es kaum mehr», sagt Thomas Hansjakob, Erster Staatsanwalt des Kantons St.Gallen. Seit mehr als zehn Jahren gehe die Staatsanwaltschaft konsequent gegen die Hanfläden vor. «In diesen Jahren haben wir gegen hundert Hanfläden geschlossen», sagt Hansjakob. Man habe damit unter anderem auf Hilferufe von Lehrern reagiert, sagt Eugen Rentsch, Leiter der Drogenfahndung der Kantonspolizei St.Gallen. «Die Lehrer haben gesagt, einige ihrer Schüler seien jeweils nach der Pause komplett zugedröhnt».

«Es wird immer schwieriger, an Gras heranzukommen», sagt ein Cannabiskonsument aus St.Gallen. «Früher konnte man in einen Laden gehen und bekam gute Qualität zu einem tiefen Preis». Heute zahle man bis zu dreissig Prozent mehr und müsse stets die Fühler ausgestreckt halten. «Ohne gute Kontakte kann man kaum noch Gras kaufen», sagt der Konsument.

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