St.Galler CVP-Kantonsräte fordern bessere Bahnverbindungen für das Linthgebiet

Drei St.Galler Parlamentarier schlagen einen zusätzlichen Intercity-Halt zugunsten des südlichen Kantonsteils vor.

Adrian Vögele
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In Zürich seien die Anschlüsse für Reisende aus dem Linthgebiet oft schlecht, bemängeln die CVP-Parlamentarier.

In Zürich seien die Anschlüsse für Reisende aus dem Linthgebiet oft schlecht, bemängeln die CVP-Parlamentarier. 

Walter Bieri, KEYSTONE

Bei den Bahnverbindungen im Linthgebiet tut sich zu wenig: Dies stellen die drei St.Galler CVP-Kantonsräte Peter Göldi, Karl Brändle und Erich Zoller in einer Interpellation fest. Der 30-Minuten-Takt, den die «S-Bahn St.Gallen 2013» im ganzen Kanton hätte bringen sollen, sei in der Region Zürichsee-Linth bis heute nicht erreicht. «Diverse Bahnhöfe und Gemeinden warten bis heute auf mehr Zugverbindungen», heisst es im Vorstoss. Und das, obwohl der Bund für die Agglomeration Obersee in den nächsten 20 Jahren mit einer Bevölkerungszunahme von 150'000 auf 180'000 Personen rechne. Die Region müsse besser an den Bahn-Fernverkehr angebunden werden.

Der derzeitige «unpassende Anschluss» an den Fernverkehr in Zürich verschärfe die aktuelle Situation, schreiben die Kantonsräte – die Umsteigezeit für Reisende aus dem Linthgebiet betrage regelmässig 25 Minuten, die Reisezeit verlängere sich damit wesentlich.

Intercity-Halt in Pfäffikon brächte dem Kanton diverse Vorteile

Die CVP-Parlamentarier hoffen nun auf den nationalen Bahn-Ausbauschritt 2035. Bis dahin werde wohl die Doppelspur zwischen Schmerikon und Uznach realisiert sein und damit auch der Halbstundentakt – derzeit ist der Ausbau wegen eines Rechtsstreits blockiert. Der Voralpenexpress als Ostschweizer Zubringer für die Gotthardlinie und der Intercity von Sargans nach Zürich werden sich im neuen Konzept nicht mehr in Rapperswil, sondern in Pfäffikon SZ kreuzen. Doch während der Voralpenexpress in Pfäffikon hält, fährt der Intercity ohne Halt durch, eine Umsteigemöglichkeit ist nicht vorgesehen. Würde dieser Intercity in Pfäffikon anhalten, so hätte das laut den Parlamentariern diverse Verbesserungen für den Kanton St.Gallen zur Folge. Für Passagiere aus Rapperswil würde sich die Reisezeit im Fernverkehr um 15 Minuten verkürzen, für Uznach und Wattwil gar um 30 Minuten. Auch für Sarganserland und Werdenberg ergäben sich laut der Interpellation «interessante Verbindungen».

Fachhochschulstandorte sollen zusammenrücken

Der Vorschlag käme gemäss den drei Kantonsräten etwa der Ostschweizer Fachhochschule zugute: «Die Standorte Buchs und Rapperswil liegen heute rund 75 Minuten auseinander.» Mit dem IC-Halt in Pfäffikon könne die Reisezeit auf weniger als eine Stunde sinken. Der Halt werde so zum verbindenden Element innerhalb des Kantons St. Gallen und zu einem Bindeglied in der Bildungslandschaft.

Die CVP-Parlamentarier wollen von der Regierung wissen, was sie vom Vorschlag hält und was sie generell zu tun gedenkt, um den Anschluss der erwähnte Gebiete an den Fernverkehr zu verbessern. Die Regierung hat den Vorstoss noch nicht beantwortet.