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Kommentar

St.Galler BDP: Die Identifikationsfigur fehlt

Die aussichtslose Ständeratskandidatur Norbert Feldmanns hätte der BDP Auftrieb geben sollen für die Nationalratswahlen. Sie könnte zum Eigentor werden
Noemi Heule
Noemi Heule. (Bild: Urs Bucher)

Noemi Heule. (Bild: Urs Bucher)

Die St.Galler BDP hat ihr Gesicht längst verloren. Als ihr der populäre Präsident Richard Ammann den Rücken kehrte, verlor sie eine Identifikationsfigur und mit ihr zahlreiche Mitglieder. Wie viele, will die Partei nicht verraten. Sie macht allerdings keinen Hehl daraus, dass es ihr schwer fällt, Personal zu rekrutieren.

Mit Norbert Feldmann setzt die Mitte-Partei auf ein neues, unbekanntes Gesicht. Er soll die Konturen der Mitte-Partei schärfen oder ihr gar neuen Schwung verleihen. Das wird ihm nicht gelingen. Im Gegenteil. Die Kandidatur in letzter Minute wirkt unbedarft, Partei und Spitzenkandidat überfordert.

Das Unterfangen ist symptomatisch für eine kränkelnde Partei, mit der es zuletzt rasant bergab ging. In St.Gallen hat sie nicht nur einen Sympathieträger verloren, sondern nach einem nur vierjährigen Intermezzo auch ihre beiden Sitze im Kantonsrat. 2015 erreichte sie bei den nationalen Wahlen einen Wähleranteil von 3,6 Prozent, kantonal waren es im Jahr darauf noch 1,1 Prozent.

Die aussichtslose Ständeratskandidatur Feldmanns hätte der Partei Auftrieb geben sollen für die Nationalratswahlen. Sie könnte zum Eigentor werden. Er ist weniger Aushängeschild als Sinnbild für das letzte Aufbäumen einer Partei kurz vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit.

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